Gesundheit

Museum mit Mundschutz: Städel-Wiedereröffnung am Wochenende

Das Städel-Museum am Mainufer.

Das Städel-Museum am Mainufer.

Frankfurt/Main. Mit Zugangsbeschränkungen und Hygieneauflagen öffnet am Samstag das Frankfurter Städel-Museum nach der Zwangsschließung wieder für Besucher. In Frankfurt hat etwa die Hälfte der Häuser bereits seit dieser Woche wieder geöffnet. Andere folgen nächste Woche. Der Besuch wird anders aussehen als bisher.

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Im Städel ist die Zahl der zugelassen Besucher auf eine Person pro 20 Quadratmeter begrenzt. Bei 4000 Quadratmetern Ausstellungsfläche dürfen also 200 Besucher pro Stunde ins Museum, wie eine Städel-Sprecherin erklärt. Sie müssen einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Die Kasse wurde mit einer Scheibe versehen, auf dem Boden kleben Abstands-Markierungen. Die Gäste sollen vorab online ein Ticket buchen, aber auch spontane Besuche seien möglich.

Die Sicherheitsmitarbeiter, die ebenfalls Mundschutz tragen, sollen nicht nur verhindern, dass die Besucher den Kunstwerken, sondern auch sich gegenseitig zu nahe kommen. Im Museum hängen Desinfektionsmittelspender, Schilder weisen auf die Abstandsregeln hin. Eine Reinigungskraft säubert permanent neuralgische Punkte.

Das Historische Museum und der Kunstverein sind seit Dienstag wieder auf, ebenso das Architekturmuseum und das Museum Angewandte Kunst. Die Kunsthalle Schirn ist seit Mittwoch, das Filmmuseum seit Donnerstag geöffnet. Am Samstag folgt mit dem Städel das benachbarte Liebighaus. Noch etwas länger brauchen das Senckenberg-Museum, das Museum für Kommunikation und die Caricatura: sie folgen am 12. Mai.

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Viele Museen haben nach der Zwangsschließung die laufenden Ausstellungen verlängert, so auch das Städel. Als die Sonderschau "En Passant" Mitte März eröffnet werden sollte, waren die Museen bereits dicht. Dafür ist die Schau jetzt länger, bis 25. Oktober, zu sehen. Ausgestellt werden Kunstwerke aus der Zeit des Impressionismus - diesmal aber keine Gemälde, sondern Skulpturen von berühmten Impressionisten wie Edgar Degas oder Auguste Rodin.

"Der Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Besucherinnen und Besucher hat für uns oberste Priorität und setzt umfangreiche Maßnahmen in allen Häusern voraus", sagte Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) Anfang der Woche. Dazu zählt, dass Museumsshops zwar öffnen dürfen, Ansichtsexemplare aber entfernt werden. Auf Audioguides soll verzichtet und Medienstationen sollen nur eingeschränkt genutzt werden.

"Einfache Mund-Nasen-Bedeckungen sind in Anlehnung an die Regelung im öffentlichen Nahverkehr und dem Einzelhandel in allen Häusern Pflicht", heißt es aus dem Frankfurter Kulturdezernat. Hessenweit vorgeschrieben ist das nicht: "Ob eine Mund-Nasen-Bedeckung für Gäste und Beschäftigte angeordnet wird, obliegt dem Ermessen der Leitung der Einrichtung", steht in der entsprechenden Verordnung. "Dies ist weder für Museen noch für Schlösser grundsätzlich vorgeschrieben."

dpa

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