Prozesse

Mordversuch auf Campingplatz: Geschädigter sagt aus

Das Landgericht in Fulda.

Das Landgericht in Fulda.

Fulda. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann aus Eckernförde (Schleswig-Holstein) vor, im Mai 2016 auf einem Campingplatz in Hosenfeld (Kreis Fulda) einen fest verbauten Wohnwagen mit Grillanzünder angesteckt zu haben. Ein Dauercamper schlief in dem Wagen. Nur weil ein Nachbar die Flammen rechtzeitig entdeckt hatte, sei niemand verletzt worden, hieß es.

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Bei einem zweiten Brand im Juni 2016 soll der Angeklagte zwei weitere Wohnwagen, einen Kleinbus, einen Radlader und einen Aufsitzrasenmäher in Brand gesteckt haben. Den Schaden veranschlagt die Staatsanwaltschaft auf rund 50 000 Euro.

Über seinen Verteidiger hat der Angeklagte die Tatvorwürfe eingeräumt, schweigt aber zu den näheren Umständen und macht auch keine Angaben zu seiner Person. Das Gericht ist also auf Beweismittel und Zeugen angewiesen.

Der 73 Jahre alte Geschädigte berichtete in seiner Aussage, der Angeklagte habe etwa seit April 2016 auf dem Campingplatz gelebt. Bereits bei der ersten Begegnung habe der junge Mann ihm grundlos einen Katalog an den Kopf geworfen. Einmal habe er mitbekommen, dass der Angeklagte im Waschhaus randaliert habe. Er habe nach dem Brand aus Angst monatelang nicht schlafen können.

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Zu einem im September 2020 anberaumten Prozess war der Angeklagte nicht erschienen. Daraufhin hatte die Polizei nach ihm gefahndet. Er wurde festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Mit einem Urteil wird Ende März gerechnet.

© dpa-infocom, dpa:210204-99-304618/2

dpa

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