Prozesse

Minderjährige zur Prostitution vermittelt: Prozess beginnt

Eine Figur der blinden Justitia.

Eine Figur der blinden Justitia.

Frankfurt/Main. Die Anklage wirft ihm vor dem Landgericht darüber hinaus auch noch Vergewaltigung und Zuhälterei vor. Eine der Frauen hatte sich im Oktober 2019 an ihre Mutter gewandt und damit das Ermittlungsverfahren in Gang gebracht.

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Am ersten Verhandlungstag gab der Angeklagte seine Aktivitäten im Internet zu. Die jungen Frauen hätten allerdings freiwillig mitgemacht und seien auch teilweise gut bezahlt worden. Eine 17-Jährige soll für Geschlechtsverkehr mehrere Tausend Euro erhalten haben. Gericht und Staatsanwaltschaft wiesen allerdings darauf hin, dass die Vermittlung von Minderjährigen zu sexuellen Handlungen auch dann strafbar ist, wenn die Frauen freiwillig mitmachten.

In dem Prozess soll ein psychiatrischer Sachverständiger mögliche Entwicklungsstörungen des Angeklagten begutachten. Im Vorfeld hatte sich dieser als "Autist" bezeichnet, was jedoch von Sachverständigen in Zweifel gezogen wurde. Die Jugendstrafkammer steht vor einer umfangreichen Beweisaufnahme und hat deshalb Verhandlungstage bis Anfang Dezember terminiert.

© dpa-infocom, dpa:211004-99-479348/3

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dpa

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