Bildung

Mehrere hundert Schulen müssen neues Videosystem einführen

Alexander Roßnagel kommt in den hessischen Landtag.

Alexander Roßnagel kommt in den hessischen Landtag.

Wiesbaden. "Hierunter fällt auch die Videokonferenzfunktion von Microsoft Teams."

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Das Kultusministerium habe zugesagt, allen Schulen ein landeseinheitliches, datenschutzkonformes und technisch leistungsfähiges Videokonferenzsystem über das Schulportal (Landes-VKS) zur Verfügung zu stellen. Derzeit nutzten rund 1600 der 2000 Schulen das Schulportal des Landes - die anderen müssen nun nachziehen oder eine andere, unbedenkliche Software einführen. Es gebe inzwischen ein knappes Dutzend Videokonferenzsysteme, für die es technisch und mit Blick des Datenschützers grünes Licht gebe.

Roßnagel verwies auf das sogenannte "Schrems II-Urteil" des Europäischen Gerichtshofs (EuGH). Es untersagt die Übermittlung personenbezogener Daten europäischer Bürgerinnen und Bürger in Staaten, die nicht den Datenschutzstandard der Datenschutz-Grundverordnung garantieren. Dazu zählen die USA, wo die Server von Microsoft Teams stehen.

"Selbstverständlich wird den Schulen Zeit für die Umstellung gegeben", sagte Roßnagel. Spätestens zum Ende des ersten Schulhalbjahres 2021/22 muss jedoch der Wechsel vollzogen sein. "Es ist wichtig, dass die Eltern den Systemen vertrauen", betonte der Experte. Dann stimmten sie eher zu, dass ihre Kinder mit eingeschalteter Kamera dem Distanzunterricht folgen dürfen. Daher sei es etwa wichtig, dass ein Videokonferenzsystem einen "digitalen Vorhang" anbietet, um den Blick ins private Kinderzimmer zu unterbinden.

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© dpa-infocom, dpa:210626-99-150893/2

dpa

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