Denkmäler

May-Siedlungen und Kelten sollen Weltkulturerbe werden

Hinter einer Gruppe rätselhafter Holzpfosten ist der Museumsbau in Glauburg zu sehen.

Hinter einer Gruppe rätselhafter Holzpfosten ist der Museumsbau in Glauburg zu sehen.

Wiesbaden. Die Bundesländer müssen bis 31. Oktober ihre Vorschläge für das nationale Vorauswahlverfahren bei der Kultusministerkonferenz einreichen. Hessen stehen nach Angaben des Ministeriums maximal zwei Plätze zur Verfügung.

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Die Heuneburg in Baden-Württemberg und der Glauberg in Hessen sind frühkeltische Fürstensitze. Sie waren wirtschaftliche und kulturelle Zentren ihrer Zeit. Ausgrabungen legten Befestigungsanlagen und Grabhügel frei. Das "Neue Frankfurt" war ein Stadtplanungsprogramm zwischen 1925 und 1930. Geleitet wurde es von dem Stadtplaner und Architekten Ernst May (1886-1970). Unter seiner Regie entstanden 12 000 Wohnungen.

Bis eine Entscheidung fällt, werden allerdings Jahre vergehen: Die Kultusministerkonferenz entscheidet im Oktober 2023, welche Vorschläge auf die sogenannte Tentativliste kommen. Im Januar 2024 wird die Liste an die UNESCO weitergegeben. Der erste Antrag kann frühestens im Januar 2025 beim Welterbezentrum in Paris eingereicht werden. Eine Entscheidung des Welterbekomitees wäre damit "allerfrühestens 2026" möglich, wie das Ministerium erklärte.

Derzeit gibt es sieben Welterbestätten, die ganz oder teilweise in Hessen liegen: Das Kloster Lorsch, die Fossilienlagerstätte Messel, das Obere Mittelrheintal, der Limes, der Nationalpark Kellerwald-Edersee, der Bergpark Wilhelmshöhe und die Künstlerkolonie Mathildenhöhe.

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© dpa-infocom, dpa:211009-99-535837/2

dpa

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