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Marburger Frühchen-Prozess: Facharzt legt Gutachten vor

Ein zu früh geborenes Baby liegt in der Neonatologie der Charité in einem Inkubator. Foto: Britta Pedersen/Archivbild

Ein zu früh geborenes Baby liegt in der Neonatologie der Charité in einem Inkubator. Foto: Britta Pedersen/Archivbild

Marburg. Zunächst berichtete er über den Gesundheitszustand eines Mädchens, das im Dezember 2015 starb.

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Einige Symptome bei dem Kind wie Krampfanfälle und langsamer Herzschlag gaben den behandelnden Ärzten damals Rätsel auf. Sie waren unerwartet nach zwei Impfungen aufgetreten. Der Sachverständige vermutet jedoch andere Ursachen: "Eine Verschleimung der Atemwege könnte eine Rolle gespielt haben. Ebenso die augenärztliche Untersuchung." Diese habe das Kind sehr gestresst. Ein Zusammenhang sei jedoch im Nachhinein nicht zu beweisen.

Seit Ende Januar steht eine frühere Kinderkrankenschwester des Marburger Universitätsklinikums unter anderem wegen versuchten Mordes vor dem Landgericht Marburg. Die 29-Jährige war zwischen Oktober 2015 und Februar 2016 als Mitarbeiterin auf der Neugeborenen-Intensivstation tätig. Sie soll drei Frühchen ärztlich nicht verordnete Medikamente gegeben haben. Die Babys sollen durch ihr Handeln in lebensbedrohliche Zustände geraten sein. Die Staatsanwaltschaft geht aber nicht davon aus, dass der Tod des Mädchens dadurch verursacht worden war. Die Angeklagte schweigt zu den Vorwürfen. Der Prozess wird fortgesetzt.

dpa

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