Prozesse

Mann schießt auf Gerichtsvollzieher: Prozess gestartet

Darmstadt. Der ehemalige Sportschütze gestand vor dem Landgericht, auf schemenhafte Gestalten im Treppenhaus geschossen zu haben. Ab diesem Zeitpunkt habe er aber keine Erinnerung mehr. "Ich wollte zweimal in die Luft schießen", sagte der Angeklagte, der am Abend vor der Tat drei Flaschen Wodka getrunken haben will. "Ich wollte spektakulär Aufsehen erregen, damit die Medien darüber berichten."

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Bei der Tat am Morgen des 14. Februars in Obertshausen (Kreis Offenbach) wurden zwei Männer schwer verletzt. Sie wollten einen Zwangsräumungsbeschluss des Amtsgerichts Offenbach vollstrecken. Der Rentner war mit seiner Miete seit 2018 im Rückstand.

Laut Staatsanwaltschaft schoss er "plötzlich und unvermittelt" im Treppenhaus auf den Gerichtsvollzieher, einen Gläubigervertreter und einen Mitarbeiter einer Möbelspedition. Er traf den Gläubigervertreter in den Bauch und einen der Speditionsmitarbeiter in Hüfte und Arm. In seiner Wohnung soll er auf einen weiteren Speditionsmitarbeiter geschossen haben, der ihn aber entwaffnete.

Der Angeklagte fühlt sich zu Unrecht zwangsgeräumt. Er habe stets seine Miete bezahlt. Als diese 2018 erhöht wurde, habe das Sozialamt ihn davon abgehalten, diese voll zu bezahlen, erklärte er. Leider habe sich keine Zeitung für seinen Fall interessiert. "Ich bin doch kein schießwütiger Idiot", sagte er mehrmals. Die Verhandlung wird am 30. November fortgesetzt.

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dpa

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