Extremismus

Geld für IS-Terror: Razzia gegen mutmaßliche Unterstützer

Der Schriftzug "Polizei" an einem Polizeirevier.

Der Schriftzug "Polizei" an einem Polizeirevier.

Wiesbaden/Frankfurt. Wegen des Verdachts der Unterstützung der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) sind am Mittwoch in Hessen zehn Wohnungen durchsucht worden. Hintergrund waren nach Angaben der Fahnder fünf Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Terrorismusfinanzierung und der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat. "Es hat keine konkrete Anschlagsgefahr gegeben", sagte ein Sprecher des Landeskriminalamtes. Im Blickpunkt der Razzia standen zehn Verdächtige. Die zwei Frauen und acht Männer im Alter zwischen 20 und 51 Jahren sind den Angaben zufolge deutsche, afghanische, kosovarische und türkische Staatsangehörige.

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Bei der Aktion am Morgen, an der Polizistinnen und Polizisten im unteren dreistelligen Bereich beteiligt gewesen seien, habe es keine Festnahme gegeben. "Wir haben keine Haftbefehle gehabt", sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Frankfurt, Nadja Niesen, der Deutschen Presse-Agentur.

Bei den Ermittlungsverfahren ging es in vier Fällen um den Verdacht der Finanzierung des IS mit Spendengeldern. In einem Fall habe der Verdacht auf die Vorbereitung einer Gewalttat vorgelegen. Bei der Aktion wurden Datenträger, Bargeld und weitere Beweismittel sichergestellt. Im Zuge der Razzia seien auch zwei Durchsuchungsbeschlüsse der Bundesanwaltschaft gegen drei mutmaßliche IS-Unterstützer vollstreckt worden.

"Die Gefahr durch den internationalen islamistischen Terrorismus ist ungebrochen", sagte Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU). Mit den Durchsuchungsmaßnahmen sei den Ermittlern ein wichtiger Schlag gegen die Terrorismus-Finanzierung und Unterstützung des IS gelungen.

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An der Aktion waren mit Ausnahme von Frankfurt alle hessischen Polizeipräsidien beteiligt. Die Wohnungen wurden in Darmstadt, Dietzhölztal, Eschenburg, Kassel, Haiger und Lollar durchsucht, in einem Fall auch in der Schweiz, weil einer der Verdächtigen dorthin ausgereist war.

© dpa-infocom, dpa:210714-99-374644/5

dpa

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