Konflikte

Laschet: Evakuierung afghanischer Ortskräfte

Armin Laschet (CDU) spricht.

Armin Laschet (CDU) spricht.

Gießen. "Diese Leute, die uns geholfen haben, Afghanen, die mutig waren, der Bundeswehr zu helfen, müssen jetzt rausgeholt werden", sagte der Unions-Kanzlerkandidat am Samstag beim Landestag der hessischen Jungen Union in Gießen. "Die Bundeswehr muss diese Menschen retten, das ist unsere moralische Verpflichtung nach allem, was sie für uns geleistet haben."

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Deutschland dürfe nicht länger zusehen, dass diese Menschen und ihre Familien von den Taliban bedroht werden. "Deshalb braucht es schnell ein neues Mandat des Deutschen Bundestages", sagte Laschet weiter. SPD und Grüne müssten hier Farbe bekennen. Der NRW-Ministerpräsident warf dem von Heiko Maas (SPD) geführten Auswärtigen Amt Zögerlichkeit vor. "Seit Monaten prüft das Auswärtige Amt, wie man denn Ortskräfte da herausholen könnte - mit Tausenden Bedenken, so rum und so rum, hin und her. Das hilft jetzt nichts mehr. Die Taliban sind nicht weit weg von Kabul."

Nach Darstellung des Auswärtigen Amtes und auch von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) liegt das Problem allerdings nicht auf der deutschen, sondern auf der afghanischen Seite. Haupthindernis sei, dass die Ortskräfte für die Ausreise afghanische Reisepässe benötigten, die von den Behörden aber nur schleppend ausgestellt würden.

Außenminister Maas hatte vor kurzem angekündigt, dass derzeit ein bis zwei Charterflüge vorbereitet würden, um noch vor Ende des Monats "eine größere Anzahl von Menschen" aus Afghanistan auszufliegen. Dabei dürfte es vor allem auch um die ehemaligen Ortskräfte gehen, die für die Bundeswehr, das Auswärtige Amt oder andere Bundesministerien in Afghanistan tätig waren.

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© dpa-infocom, dpa:210814-99-840445/2

dpa

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