Auszeichnungen

Landesregierung plant keine Frauenquote bei Ehrungen

Rainer Rahn (AfD) steht im Landtag von Hessen.

Rainer Rahn (AfD) steht im Landtag von Hessen.

Wiesbaden. Die Landesregierung orientiere sich an einer vom Bundespräsidialamt vorgegebenen Quote von 30 Prozent. Diese hatte der frühere Bundespräsident Horst Köhler bei der Verleihung des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland eingeführt. Voraussetzung sei, dass auch eine entsprechende Zahl von Anregungen für Frauen vorliege. Auch eine Quote für Angehörige bestimmter gesellschaftlicher Gruppen gebe es nicht.

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Das Land verleiht nach Angaben der Staatskanzlei mehr als 50 verschiedene staatliche Auszeichnungen in Form von Ehrennadeln, Medaillen, Orden, Plaketten, Preisen und Urkunden. Dazu gehören die Wilhelm Leuschner-Medaille, als höchste hessische Landesauszeichnung, aber auch die Formen des Hessischen Verdienstordens.

Erklärtes Ziel sei es, den Frauenanteil bei staatlichen Ehrungen weiter zu steigern, heißt es in der Antwort der Staatskanzlei. In den vergangenen 20 Jahren sei die Frauenquote insbesondere bei der Wilhelm Leuschner-Medaille, bei den Stufen der Verdienstorden und beim hessischen Kulturpreis erheblich verbessert worden. So sei die Wilhelm Leuschner-Medaille zwischen Dezember 2010 und Dezember 2019 insgesamt 25 mal verliehen worden, davon an acht Frauen.

dpa

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