Kunst

Konzeptkünstler Haacke mit Arnold-Bode-Preis ausgezeichnet

Der Konzeptkünstler Hans Haacke, fotografiert am 5. März 2015.

Der Konzeptkünstler Hans Haacke, fotografiert am 5. März 2015.

Kassel. "Hans Haacke hat mit seinen Werken, die den Wunsch nach einer humaneren Welt widerspiegeln, oft den Finger in die Wunde gelegt und einen Nerv getroffen", sagte Oberbürgermeister Christian Geselle (SPD). Viele seiner Arbeiten hätten nichts an Relevanz und Aktualität verloren.

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Haacke, der an der Staatlichen Werbeakademie in Kassel studiert hatte, lebt seit 1965 in New York. Bei seinem Kunstprojekt "Der Bevölkerung" im Jahr 2000 im Reichstag bat er die Abgeordneten, mit einem Sack Erde zu einer grünen Oase im Innenhof beizutragen. Unmut erregte dabei sein Vorschlag, die ursprüngliche Widmung vom Reichstagsgiebel "Dem deutschen Volke" in "Der Bevölkerung" zu ändern. Die Formulierung ist nun in der Erdarbeit eingebettet.

Die in Kassel verliehene Auszeichnung für Gegenwartskunst ist nach dem documenta-Gründer benannt. Haacke war auf fünf documenta-Ausstellungen vertreten, eine Teilnahme ist aber keine Voraussetzung für den Preis. In der Vergabe-Begründung heißt es, dass Haacke es verstehe, "mit oft wechselnder, aber thematisch stets angemessener Bildsprache Erkenntnisse über politische Missstände, nicht zuletzt im Kunstbetrieb, zu vermitteln - Skandale und persönliche Risiken nicht scheuend."

Der Arnold-Bode-Preis wird vom Magistrat der Stadt Kassel als Vorstand der Arnold-Bode-Stiftung auf Vorschlag eines Kuratoriums verliehen. Frühere Preisträger waren unter anderem die documenta-Künstler Olu Oguibe und Hiwa K.

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dpa

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