Unfälle

Schwerer Verkehrsunfall: Polizei hofft auf weitere Zeugen

Ein Polizeifahrzeug an einer Unfallstelle.

Ein Polizeifahrzeug an einer Unfallstelle.

Frankfurt/Main. Nach dem schweren Verkehrsunfall mit zwei Toten am Samstag im Frankfurter Ostend hat die Polizei bislang keine neuen Erkenntnisse. Die Ermittler hoffen, dass sich Zeugen mit weiteren Hinweisen melden, wie ein Polizeisprecher am Montag sagte. Dies gelte insbesondere für Menschen, die womöglich mit Handykameras oder einer Dashcam den Unfallhergang gefilmt hätten.

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Der 38 Jahre alte Fahrer des Unfallfahrzeugs, bei dem es sich um einen Sportgeländewagen (SUV) handelt, soll an einer Kreuzung stark beschleunigt und in einer Rechtskurve die Kontrolle über das Fahrzeug verloren haben. Dabei habe er zunächst einen Fahrradkurier überfahren. Auf dem Gehweg habe er noch ein anderes Fahrzeug touchiert und zwei Fußgänger erfasst, sagte der Sprecher zum Unfallhergang am Samstagnachmittag.

Die drei "sehr schwer Verletzten" wurden in Krankenhäuser gebracht, wo ein 61 Jahre alter Fußgänger aus dem baden-württembergischen Ostalbkreis und der 27 Jahre alte Fahrradkurier starben. Der Zustand einer schwer verletzten 31-jährigen Frau sei inzwischen stabil, so der Polizeisprecher.

Der Unfall in Frankfurt erinnert an einen ähnlich schlimmen Unfall im Jahr 2019 in Berlin. Im Zentrum der Hauptstadt war damals ein SUV-Fahrzeug von der Straße abgekommen und hatte vier Fußgänger tödlich verletzt, darunter einen dreijährigen Jungen. Der Unfall löste eine Diskussion über die Gefahren der PS-starken wie schweren SUV in Innenstädten aus.

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Bei dem Frankfurter Unfall ist aber noch unklar, ob die Art des Fahrzeugs dazu beigetragen hat - auch in Berlin gab es seinerzeit keine Hinweise, dass ein Unfall mit einer Limousine anders verlaufen wäre.

Dem leicht verletzten Unfallfahrer in Frankfurt wurde eine Blutprobe entnommen, deren Ergebnis noch nicht vorliege. Er habe aber nach Schilderung der Polizisten vor Ort "keinerlei Ausfallerscheinungen gezeigt", hieß es. Wie hoch die Geschwindigkeit zum Zeitpunkt des Unfalls war, sei noch nicht bekannt -"schneller als 50 allemal". Auch zu den Angaben des Fahrers bei der Polizei gab es noch keine weiteren Informationen.

Unterdessen hat die Frankfurter Regionalgruppe des Verkehrsclub Deutschland (VCD) für Dienstagnachmittag zu einer Mahnwache an der Unfallstelle aufgerufen. Dort solle der beiden Toten gedacht werden, hieß es in dem am Montag veröffentlichten Aufruf.

dpa

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