Verkehr

Grüne: 365-Euro-Ticket für Schüler nach hessischem Vorbild

Das Logo der Partei Bündnis 90/Die Grünen.

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Mainz. Im ersten geht Sauer vom Braunschweiger Ingenieurbüro WVI von einem Nachfragezuwachs von 3,5 Prozent aus, im zweiten von neun Prozent. Beide Berechnungen blendeten sinkende Fahrgastzahlen wegen der Coronapandemie aus. Die positive Nachfrage in Hessen nach dem Ticket lasse sich nach seiner Einschätzung auf Rheinland-Pfalz übertragen.

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Die Landesregierung in Hessen sei von 20 Millionen Euro Verlusten pro Jahr ausgegangen, sagte Sauer. Die Fahrgastzahlen seien mit dem Ticket jedoch um 60 Prozent auf 407 000 gestiegen, ergänzte die verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion, Jutta Blatzheim-Roegler. Selbst 15 Millionen Euro entsprächen nur einer Erhöhung der Landesmittel um drei Prozent.

"Wenn wir das finanzieren können, sollten wir es bald angehen", sagte Grünen-Fraktionschef Bernhard Braun. Die Grünen forderten schon lange ein solches 1-Euro-Ticket, inzwischen seien aber wohl auch CDU und SPD dafür. Das Ticket sei auch ein Anreiz für Eltern mit zwei Kindern oder mehr, Ausflüge gemeinsam mit dem ÖPNV zu machen, sagte Baltzheim-Roegler. Das Argument, so etwas sei nur ein Ticket für Städter, gelte nicht mehr. Der ÖPNV sei zudem wichtig für den Klimaschutz und die Energiewende.

Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) hatte sich zuletzt skeptisch gegenüber einem 365-Euro-Ticket gezeigt und war von viel höheren Kosten ausgegangen. Das hessische Schülerticket sei nicht ohne weiteres auf Rheinland-Pfalz übertragbar. Rheinland-Pfalz sei viel ländlicher und das Ticket wäre damit daher dreimal so teuer. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) dagegen fordert langfristig sogar einen kostenlosen Nahverkehr für alle.

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© dpa-infocom, dpa:210202-99-263324/2

dpa

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