Prozesse

Gleisattacke: Beschuldigter galt im Umfeld als anständig

Eine modellhafte Nachbildung der Justitia steht neben einem Holzhammer und einem Aktenstapel.

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Frankfurt/Main. Damals soll der Eritreer seine Nachbarin gewürgt und mit einem Messer bedroht und anschließend sie und seine eigene Familie eingesperrt haben.

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Nach Aussage des Beamten fuhr er dann mit dem Auto von seinem Wohnort in der Nähe des Zürichsees nach Basel und von dort mit dem Zug nach Frankfurt. Der Polizist gab an, erst wieder etwas von dem Mann gehört zu haben, als ihn Vorgesetzte über den Vorfall in Frankfurt unterrichteten.

Der 41-Jährige lebte seit 2006 unauffällig in der Schweiz, es handelt sich um einen dreifachen Familienvater. Hinweise auf eine psychische Erkrankung des Mannes habe es nicht gegeben, sagte der Polizist.

Besonders seine Frau habe sich in ersten Vernehmungen schockiert über die Wandlung ihres Mannes gezeigt. Er sei zum ersten Mal gewalttätig geworden, hieß es. Die Ehefrau hatte der Frankfurter Schwurgerichtskammer von der Schweiz aus zu erkennen gegeben, dass sie von ihrem Recht Gebrauch machen werde, als Ehefrau nicht aussagen zu müssen.

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Der Prozess soll am Dienstag mit weiteren Zeugenaussagen und der Expertise eines rechtsmedizinischen Gutachters fortgesetzt werden. Der Beschuldigte soll im Juli 2019 einen achtjährigen Jungen und dessen Mutter vor einen einfahrenden ICE gestoßen haben. Der Junge starb, die Mutter konnte sich im letzten Augenblick retten. Eine 78-Jährige wurde von dem Täter auf dem Bahnsteig zu Boden gestoßen. Der Beschuldigte gilt als schuldunfähig und soll deshalb dauerhaft in der Psychiatrie untergebracht werden.

dpa

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