Verbände

Gläubiger fordern 2,5 Millionen Euro von Awo Protect

Frankfurt/Main. Grundlage dieser Summe seien unter anderem eine verspätete Insolvenzanmeldung und Schadenersatzansprüche, sagte Insolvenzverwalter Frank Mößle. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet.

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Mößle bezifferte die Forderungen der Gläubiger auf knapp 2,5 Millionen Euro. Rund eine Million Euro davon fordere das Finanzamt, rund 1,2 Millionen Euro der Awo Kreisverband Frankfurt. Zudem gebe es weitere Forderungen von Gläubigern.

Die Awo Protect, eine Tochtergesellschaft der Arbeiterwohlfahrt (Awo) Frankfurt, befindet sich seit Februar in einem Insolvenzverfahren. Das Unternehmen sei bereits vor dem Zeitpunkt der Insolvenzanmeldung überschuldet gewesen, so Mößle.

Forderungen erhebt der Insolvenzverwalter auch gegenüber einem Landtagsabgeordneten, der das Bruttogehalt sowie die Arbeitgeberanteile zurückzahlen soll, die er von der Awo Protect bezogen hat - in Summe rund 50 000 Euro, sagte ein Sprecher der Kanzlei Mößles.

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Die Sicherheitsfirma war zur Bewachung zweier Flüchtlingsunterkünfte gegründet worden, die die Awo bis Ende 2018 im Auftrag der Stadt Frankfurt betrieben hatte. Das Unternehmen spielt auch eine Rolle bei den Ermittlungen der Frankfurter Staatsanwaltschaft gegen mehrere frühere Verantwortliche der Awo. Dabei geht es um den Verdacht von Betrug und Untreue.

Seit Februar hat der Frankfurter Kreisverband ein neues ehrenamtliches Präsidium, dass die Affäre um überhöhte Gehälter und Luxusdienstwagen aufarbeitet. Von den früheren Verantwortlichen hat sich die Awo getrennt, seit dem Frühjahr steuert ein neuer Vorstand die Arbeit des Verbandes, der nach neuesten Schätzungen von einem Schaden in Höhe von 6,3 Millionen Euro durch die ehemaligen Funktionäre ausgeht.

dpa

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