Kommunen

Frankfurt will Drogen-Elend mit neuen Projekten lindern

Die Lichter eines Bordells leuchten im Bahnhofsviertel von Frankfurt.

Die Lichter eines Bordells leuchten im Bahnhofsviertel von Frankfurt.

Frankfurt/Main. Dazu brauche es auf Bundesebene die Bereitschaft, neue Wege zu gehen. Das gelte auch für die Tolerierung des sogenannten Kleinhandels unter Abhängigen in bestimmten Einrichtungen der Drogenhilfe. Das bisherige Verbot dränge sie auf die Straße - und so entstehe auch die derzeit für Anwohner und Geschäftsleute belastende Situation.

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Es hänge enorm viel an der anstehenden Bundestagswahl: "Diese drogenpolitische Blockade muss aufgelöst werden, sonst kommen wir in den Städten nicht weiter", sagte Majer. Der Weg der Prohibition, bei dem man meine, alles durch Verbote zu lösen, sei gescheitert.

Frankfurt hatte sich in den 90er Jahren für einen eigenen Weg in der Drogenpolitik entschieden, bei dem Abhängigen geholfen werde und sich die Repression gegen Dealer richten soll. "Der Frankfurter Weg ist ein Weg und nicht ein Zustand, das heißt, wir wollen ihn weiterentwickeln", sagte Majer.

Die Situation im Bahnhofsviertel habe sich infolge der Corona-Pandemie verschärft: "Es sind Aggression und Probleme da, mit denen wir uns beschäftigen müssen." Dies sei aber nicht auf Crack-User und Heroinabhängige beschränkt, sondern es handele sich beispielsweise auch um ein Ausgehviertel mit zahlreichen Feiernden. Er wolle sich möglichst bald dazu mit den anderen zuständigen Dezernentinnen der neuen Stadtregierung austauschen.

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© dpa-infocom, dpa:210917-99-250847/3

dpa

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