Umwelt

Frankfurt gießt Stadtbäume mit Mainwasser

Ein Mitarbeiter des Grünflächenamtes bewässert einen Baum am Mainufer.

Ein Mitarbeiter des Grünflächenamtes bewässert einen Baum am Mainufer.

Frankfurt/Main. Nach drei sehr trockenen Sommern gehe es dem Baumbestand sehr schlecht. Knapp 4500 Bäume mussten nach Angaben des Grünflächenamts 2019 wegen Trockenschäden gefällt werden - mehr als doppelt so viele wie üblich. In Parks und an Straßen gibt es im Frankfurter Stadtgebiet rund 200 000 Bäume. "Die Tendenz ist, dass wir große Mengen an Bäumen verlieren", sagte Heilig.

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"Den Stadtwald zu gießen macht keinen Sinn", sagte sie, der Wasserverbrauch wäre viel zu groß. Man konzentriere sich daher auf junge Bäume im Stadtgebiet - rund 10 000 Exemplare sind unter fünf, an extremen Standorten unter zehn Jahre alt. Sie bekommen pro Woche rund 100 bis 150 Liter.

"Wir wollen davon weg, dafür Trinkwasser zu verbrauchen", sagte Heilig. Schon länger greift die Stadt auf Brauchwasser-Entnahmestellen zurück. Nun kommt Mainwasser dazu. Zwei Fahrzeuge wurden zu diesem Zweck umgebaut. Die Fahrzeuge pumpen in 30 Minuten 6000 Liter Flusswasser in einen Tank. Dann funktionieren sie wie eine Tankstelle: Kleinere Fahrzeuge pumpen das Wasser ab und bringen es zu den Einsatzorten. Pro Jahr soll das Mainwasser laut Grünflächenamt rund 800 000 Liter Trinkwasser ersetzen.

dpa

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