Museen

Fit für die Zukunft: Neue Strategie für Frankfurter Museen

Frankfurts Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD).

Frankfurts Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD).

Frankfurt/Main. Mit einem umfassenden Programm will Frankfurts Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) die städtischen Museen fit für die Zukunft machen. Die Museen seien kulturelles Kapital und müssten als öffentlicher Ort der Gesellschaft ausgebaut werden, erklärte Hartwig am Montag in Frankfurt.

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Das Konzept sieht fünf Schwerpunkte vor: Ankaufsetat und Programmgestaltung, Provenienzforschung, kulturelle Bildung, Digitalisierung sowie die gesellschaftliche Debatte. Neben finanziellen Mitteln sind etwa zwölf neue Stellen geplant - besonders in den Bereichen Bildung und Digitalisierung.

Nachdem das Museum für Moderne Kunst 2019 als erstes kommunales Museum wieder einen Ankaufsetat in Höhe von 500 000 Euro erhalten hat, sollen die anderen städtischen Häuser einen jährlichen Gesamtetat in Höhe von 600 000 Euro bekommen. "Die Sammlung ist das Herzstück eines jeden Museums", begründete die Kulturdezernentin die Entscheidung. Zudem werden die städtischen Museen künftig mit 400 000 Euro für ihre Programmgestaltung unterstützt. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Provenienzforschung. "Kein Frankfurter Museum soll sich in Zukunft noch mit Raubkunst schmücken", so Hartwig.

Um sich dem digitalen Wandel stellen zu können, werden die kommunalen Häuser mit 300 000 Euro unterstützt. Das Geld fließt beispielsweise in die Digitalisierung der Bestände. Das sei eine große Herausforderung, etwa wenn es darum gehe, Fragen des Urheberrechts zu klären, sagte Mirjam Wenzel vom Jüdischen Museum. Ein wichtiger Punkt sei auch das freie WLAN. "Das bewirkt, dass sich unsere Besucher länger im Museum aufhalten."

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Weitere Themenbereiche sind die kulturelle Bildung und Teilhabe sowie gesellschaftliche Debatten. "Frankfurt ist die Stadt der kulturellen Diversität", sagte Hartwig. Die Museen seien gefordert, entsprechende Angebote zu machen.

In Frankfurt gibt es rund 60 Museen, 16 davon sind städtische Einrichtungen. Seit 2017 ist der Eintritt in diese Häuser für Kinder und Jugendliche kostenlos.

dpa

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