Auszeichnungen

Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Preis ohne Festakt

Der Immunologe Shimon Sakaguchi und die Biologin Judith Reichmann halten ihre Auszeichnung.

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Frankfurt/Main. Die Veranstaltung fand nach Angaben der Veranstalter im kleinen Kreis statt: Der Festakt in der Paulskirche war wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagt worden.

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Der 69-Jährige bekam die Auszeichnung für die Entdeckung der sogenannten regulatorischen T-Zellen. "Sakaguchis Entdeckung hat eine hohe medizinische Relevanz", begründete der Stiftungsrat seine Entscheidung. Die regulatorischen T-Zellen hätten das Potenzial, "die neuen Helden der Medizin zu werden". Ohne sie wäre das Immunsystem nicht in der Lage, Fehler bei der Unterscheidung von Freund und Feind zu korrigieren. Übereifer führe zu Autoimmunerkrankungen wie Rheuma, Versagen dazu, dass sich Krebszellen zu einem Tumor zusammenzurotten.

Judith Reichmann vom Europäischen Laboratorium für Molekularbiologie (EMBL) in Heidelberg erhielt den mit 60 000 Euro dotierten Nachwuchspreis. Die 35 Jahre alte Biologin wurde für ihre Forschung zu den Ursachen von Chromosomenstörungen und Fehlgeburten geehrt. "Reichmanns Forschung trägt vielleicht eines Tages dazu bei, dass die Rate an Fehlgeburten bei Frauen reduziert werden kann - vorausgesetzt die bei Mäusen identifizierten Fehlerquellen gelten auch für die menschliche Fortpflanzung", hieß es vom Stiftungsrat.

dpa

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