Denkmäler

Debatte um Hanauer Mahnmal: Beschluss verschiebt sich

Bei einer Demonstration zum Gedenken halten Teilnehmer Plakate mit Bildern der Opfer des Anschlags hoch.

Bei einer Demonstration zum Gedenken halten Teilnehmer Plakate mit Bildern der Opfer des Anschlags hoch.

Hanau. Die übrigen drei Entwürfe, die es in die engere Auswahl geschafft hatten, sind damit aus dem Rennen.

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Zur Frage des Standorts habe sich eine teils kontroverse Debatte entwickelt, hieß es in der Mitteilung. "Wir als Angehörige favorisieren als Standort einstimmig den Marktplatz", wurde Etris Hashemi darin stellvertretend für die Opferfamilien zitiert. Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) und ein überwiegender Teil der politischen Vertreter sähen diesen Standort allerdings kritisch, hieß es. "Der Marktplatz in seiner historischen Verbindung zu den Brüdern Grimm und in seiner Mischnutzung ist nicht der optimale Standort für dieses Denkmal. Ein solches Mahnmal soll auch immer ein Ort der Stille und des Gedenkens sein, dies kann ich mir auf dem Marktplatz schwer vorstellen", erklärte Kaminsky. "Mein favorisierter Standort ist der Kanaltorplatz mit dem neu entstehenden Zentrum für Demokratie und Vielfalt. Der Platz würde dann entsprechend umgestaltet und aufgewertet werden. Zudem liegt er zwischen beiden Tatorten." Eine Lösung am Freiheitsplatz sei auch denkbar, sagte der OB weiter.

Da weiterer Beratungsbedarf bestehe, werde es im November eine weitere gemeinsame Sitzung geben. Die ursprünglich angedachte Beschlussfassung zu dem Mahnmal durch die Stadtverordnetenversammlung am 8. November müsse damit verschoben werden.

Ein 43-jähriger Deutscher hatte am 19. Februar 2020 in Hanau neun Menschen aus rassistischen Motiven ermordet. Vermutlich erschoss er danach seine Mutter und schließlich sich selbst. Das geplante Mahnmal soll Erinnerungsort und Denkanstoß werden.

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© dpa-infocom, dpa:211008-99-530573/2

dpa

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