Gesundheit

Corona-Schnelltests im Kiosk: Mehr Nachfrage als Angebot

Frankfurt/Main. Ein Internist bietet dort Antigentests für Selbstzahler an. Das Problem: Der Nachschub stockt. Grund seien "die derzeitigen Lieferengpässe bei den Corona-Schnelltests", heißt es in der Privatpraxis.

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Seit das Wasserhäuschen bundesweit bekannt ist, reichen die verfügbaren Tests nicht mehr aus. Nun hat Dr. Georg Siemon das Verfahren geändert: Täglich ab 12.00 Uhr werden genau so viele Formulare ausgeteilt wie es Tests gibt. "Aktuell sind zwischen 25 und 75 Tests täglich verfügbar", heißt es auf der Homepage. Dennoch zieht sich die Schlange oft bis um die nächste Ecke, teils stehen die Menschen dort bis spät in die Nacht, wie ein Mitarbeiter berichtete.

Der Hessische Apothekerverband bestätigte, dass Antigentests zum Nachweis des Coronavirus vermehrt nachgefragt werden. Aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen dürfen Apotheken solche Tests nicht an Endverbraucher verkaufen. Seitens der Ärzte steige die Nachfrage, sagte eine Sprecherin. Ein Antigentest liefert schneller Ergebnisse als ein PCR-Test, ist aber nicht so genau. Im Kiosk kostet er 40 Euro, bis zum Ergebnis dauert es nicht einmal eine halbe Stunde.

Unter Kollegen ist die Idee umstritten. "Gerade die Antigentests sollten dort eingesetzt werden, wo sie wirklich gebraucht werden, zum Beispiel beim Schutz von Risikogruppen", zitierte die "Bild" den Chef des Frankfurter Gesundheitsamts, René Gottschalk. "Für die Allgemeinheit beziehungsweise für eine asymptomatische Testung sind sie völlig ungeeignet."

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Aus Sicht der Landesärztekammer ist der Kiosk "aus berufsrechtlicher Sicht in Ordnung", wie eine Sprecherin sagte. Der Kiosk sei quasi der ausgelagerte Untersuchungsraum einer Privatpraxis. Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Hessen will die Initiative des Internisten nicht kommentieren. Sie rät aber, sich zuerst an den Hausarzt zu wenden. Der sei die erste Adresse, wenn es darum gehe, ob ein Test sinnvoll und welcher Test geeignet sei, sagte ein Sprecher.

dpa

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