Gesundheit

Nächste Corona-Lockerungsschritte in Hessen

Volker Bouffier (CDU) steht vor den Journalisten im Landtag.

Volker Bouffier (CDU) steht vor den Journalisten im Landtag.

Wiesbaden. In Hessen greifen die nächsten Corona-Lockerungsschritte. Die Corona-Pandemie sei zwar noch nicht vorbei, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Montag in Wiesbaden. Die Sieben-Tage-Inzidenz steige aber nur langsam und auf niedrigem Niveau. Deshalb seien weitere Erleichterungen für die Bevölkerung in Hessen zu verantworten. Die neue Corona-Verordnung der Landesregierung soll ab diesem Donnerstag (22. Juli) und zunächst bis 19. August gelten.

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Hessen lockert nach Angaben des Regierungschefs vor allem die Corona-Testpflicht in der Gastronomie sowie bei touristischen Übernachtungen und lässt wieder mehr Menschen ohne extra Anmeldung zu größeren Festen sowie Veranstaltungen zu. Sollte die Inzidenz in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt aber den Wert von 35 übersteigen, entfallen die neuen Lockerungen und es gelten die bisherigen Maßnahmen zum Schutz vor einer Ansteckung. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz ist der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen.

Alle hessischen Landkreise lägen derzeit deutlich unter diesem Wert, teilte Bouffier mit. Landesweit betrage die Inzidenz 13,6 bei einer gleichzeitig geringen coronabedingten Krankenhausbelegung. Sollten lokal die Infektionen aber wieder zunehmen, könnten dort erneute Einschränkungen auf Basis des hessischen Präventions- und Eskalationskonzeptes folgen. Grundsätzlich gelte, weiterhin besonnen und achtsam zu bleiben, um das Erreichte nicht zu verspielen.

Bouffier rief die Menschen in Hessen dazu auf, sich impfen und vor allem nach dem Urlaub testen zu lassen. Nur so könnten Infektionen früh erkannt und damit Infektionsketten durchbrochen werden. Die Zahlen bei den Corona-Erst- und Zweitimpfungen gingen im Land zwar nach oben, seien aber immer noch zu gering.

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"Die Pandemie macht keine Ferien", betonte auch Vize-Regierungschef Tarek Al-Wazir (Grüne). Deswegen sollten sich die Menschen weiter besonnen verhalten. Trotz der Lockerungen würden die Hygiene- und Abstandsregeln zum Schutz vor einer Ansteckung weiter gelten. Das Impfen sei der einzige dauerhafte Weg aus der Corona-Pandemie. "Alle ökonomischen und gesellschaftlichen Folgen dieser Pandemie werden erst dann wirklich zu Ende sein, wenn wir das Virus medizinisch besiegt haben."

Er sei nicht für eine Impfpflicht, erklärte Bouffier. Er könne sich jedoch für bestimmte berufliche Aufgaben zum Schutz der betroffenen Menschen vorstellen, dass dafür ein Impfnachweis gelten sollte. Die nächste Bund-Länder-Zusammenkunft mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu den drängendsten Fragen in der Corona-Pandemie wird nach seinen Angaben Ende August stattfinden.

© dpa-infocom, dpa:210719-99-438942/3

dpa

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