Notfälle

Weltkriegsbombe entschärft: "Wunderbar geklappt"

Lautsprecherwagen der Polizei fahren durch das Evakuierungsgebiet im Stadtteil Niederrad.

Lautsprecherwagen der Polizei fahren durch das Evakuierungsgebiet im Stadtteil Niederrad.

Frankfurt/Main. Unschädlich und ungefährlich: Schneller als geplant haben Spezialisten des Kampfmittelräumdienstes am Sonntag in Frankfurt eine 500-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft. "Es hat alles wunderbar geklappt. Die Zünder sind entschärft und mussten nicht rausgeschnitten werden", sagte der Dezernatsleiter für öffentliche Sicherheit und Ordnung beim Regierungspräsidium Darmstadt, Thomas Rech, der Deutschen Presse-Agentur. Das Regierungspräsidium ist hessenweit für den Kampfmittelräumdienst zuständig.

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Vor der Bombenentschärfung mussten am Sonntag alle betroffenen Anwohner den Gefahrenbereich verlassen. Gemeldet sind hier rund 4500 Menschen. Die Polizei patrouillierte mit Lautsprecherwagen. Gegen 12.00 Uhr seien alle Transporte abgeschlossen gewesen, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Alle Straßen seien kontrolliert worden. Menschen mit Koffern verließen den Gefahrenbereich. "Die meisten sind von alleine vor Beginn der Räumungen gegangen", sagte ein Polizeisprecher.

Doch nicht alle waren einsichtig. Gegen 14 Menschen mussten Platzverweise ausgesprochen werden. Und während der Entschärfung seien acht Personen in dem Gefahrenbereich angetroffen worden, sagte der Polizeisprecher. "Dieses Verhalten ist komplett unnötig." Gegen sie seien Anzeigen wegen ungebührlichen Verhaltens erstattet worden, weil sie sich einer Verfügung der Stadt widersetzten. Ohne die Störer wäre die Entschärfung noch schneller gegangen. Wegen ihnen gab es aber Unterbrechungen, sagte Rech. Mit der Entschärfung war eigentlich erst gegen Abend gerechnet worden.

Im Gefahrenbereich während der Entschärfung liegen auch ein Heizkraftwerk, eine unterirdische Gashochdruckleitung, Fernwärmeverbindungen, Umspannanlagen, ein S-Bahnhof mit Bahnstrecken sowie ein Polizeirevier. Der amerikanische 500-Kilogramm-Blindgänger war am Dienstag bei Bauarbeiten im Stadtteil Niederrad entdeckt worden.

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Schon im Vorfeld hatte die Bahn Reisende auf Verspätungen und Auswirkungen beim Zugverkehr während der Entschärfung hingewiesen. Viele Züge steuerten den Frankfurter Hauptbahnhof nicht mehr an.

Sprengstofffunde sind in Hessen keine Seltenheit. Immer wieder werden Altlasten des Kriegs gefunden. Nach einer vorläufigen Bilanz des Regierungspräsidiums Darmstadt wurden im vergangenen Jahr rund 100 Tonnen Granaten, Gewehrmunition oder Fliegerbomben unschädlich gemacht.

© dpa-infocom, dpa:210220-99-524193/6

dpa

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