Kirche

Bischofskonferenz verlangt mehr Klimaschutz

Bischöfe beten beim Eröffnungsgottesdienst der Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz im Fuldaer Dom.

Bischöfe beten beim Eröffnungsgottesdienst der Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz im Fuldaer Dom.

Fulda. Und das müssen wir jetzt tun und nicht auf später warten." Die Bischöfe befassten sich am Mittwoch in der osthessischen Domstadt mit dem Thema im Hinblick auf die anstehende Amazonas-Synode im Vatikan. Dabei geht es, neben pastoralen Fragen wie dem dort deutlich stärkeren Priestermangel als in Deutschland, um ökologische Fragen.

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Der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck wies als Lateinamerika-Fachmann auf die verheerende Lage hin und kritisierte die Zerstörung des Regenwalds, Brandrodungen und die rücksichtslose Ausbeutung von Rohstoffen. "Frische Luft und Trinkwasser verdanken wir weltweit zu einem wichtigen Teil dem Ökosystem Amazonas. Deshalb liegt der Schutz des Amazonasgebiets in der Verantwortung der gesamten Weltgemeinschaft."

Um dem Raubbau entgegenzutreten, seien alle Menschen aufgerufen, durch einen umweltschonenden Lebensstil, etwa bei Ernährung und Mobilität, ihren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. "Jede und jeder Einzelne kann so den gesellschaftlichen Wandel beschleunigen", sagte Andreas Löschel, Mitglied der Arbeitsgruppe für ökologische Fragen bei der DBK. Er forderte eine ambitioniertere Klimapolitik.

Um eigenes Handeln zu überprüfen, will die DBK in spätestens zwei Jahren einen Bericht zur Nachhaltigkeit in den Diözesen vorlegen. Im vergangenen Jahr seien Handlungsempfehlungen für die deutschen (Erz-)Diözesen vorgelegt worden. Zur Unterstützung von lokalen Partnern unterstützt das Hilfswerk Misereor 100 Projekte in Amazonien mit jährlich zehn Millionen Euro, wie die DBK mitteilte.

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dpa

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