Extremismus

Beuth: Langfristige Hilfen für Angehörige der Hanauer Opfer

Peter Beuth (CDU), Innenminister von Hessen.

Peter Beuth (CDU), Innenminister von Hessen.

Hanau. Details des Programms nannte Beuth zunächst nicht.

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Am Abend des 19. Februar hatte ein 43-jähriger Deutscher neun Menschen mit ausländischen Wurzeln in Hanau erschossen. Er soll auch seine Mutter umgebracht haben, bevor er sich selbst tötete. Die Ermittler gehen von einer Tat aus rassistischen Motiven aus. Vor der Tat hatte der Mann Pamphlete und Videos mit Verschwörungstheorien und rassistischen Ansichten im Internet veröffentlicht. Zum Gedenken an die Opfer, die am Mittwoch sechs Monate zurückliegen wird, ist unter anderem am kommenden Samstag (22. August) eine Demonstration in Hanau geplant. Außerdem will Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am 26. August erneut mit Angehörigen der Opfer zusammentreffen.

Nach Angaben des Innenministeriums hat derweil das Bundeskriminalamt (BKA) im Rahmen seiner Ermittlungen auch umfangreiche Überprüfungen zu vergangenen Vorfällen in Hanau vorgenommen. So sollen im März 2017 Jugendliche im Umfeld eines Jugendzentrums im Hanauer Stadtteil Kesselstadt von einem Unbekannten bedroht worden sein. Aus erneuten Vernehmungen von Tatzeugen und weiteren Ermittlungen seien keine Belege dafür gefunden worden, dass es sich dabei um den 43-Jährigen handelte, erklärte das Ministerium. Vielmehr gebe es gewichtige Anhaltspunkte dafür, dass dieser an dem besagten Vorfall nicht beteiligt gewesen sei. "Auch bei den hessischen Sicherheitsbehörden liegen keine Anhaltspunkte vor, dass Tobias R. bereits im Vorfeld des Attentats öffentlich in Erscheinung getreten ist."

dpa

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