Tiere

Viel weniger Besucher im Opel-Zoo

Ein Strauß sucht im Kronberger Opel-Zoo auf einer trockenen Wiese nach fressbaren Halmen.

Ein Strauß sucht im Kronberger Opel-Zoo auf einer trockenen Wiese nach fressbaren Halmen.

Kronberg. Wegen der Corona-Krise sind 2020 deutlich weniger Besucher in den Opel-Zoo gekommen als in den Vorjahren. Insgesamt gab es im vergangenen Jahr 450 000 Besucher, wie der Zoo am Montag in Kronberg mitteilte. Das waren knapp 20 Prozent weniger als 2019. Wegen des Lockdowns war der Zoo fast ein Drittel des Jahres geschlossen.

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"Wir sind noch mit einem blauen Auge davon gekommen", sagte der Vorstandsvorsitzende der Zoostiftung, Gregor von Opel. Der Zoo war vom 17. März bis zum 3. Mai 2020 geschlossen gewesen, anschließend war die Zahl der Besucher begrenzt worden. Seit 2. November sind erneut keine Besucher erlaubt. Mit der Schließung der Gastronomie entfielen für den Zoo zudem die Einnahmen aus der Verpachtung des Restaurants.

Kurzarbeit sei nur an der Kasse und im Zooshop, aber natürlich nicht in der Tierpflege möglich, hieß es weiter. Die Tiere seien wie gewohnt betreut worden, sicherheitshalber seien die entsprechenden Mitarbeiter in getrennten Schichten tätig gewesen. Dies sei eine "äußerst schwierige Situation" für den Opel-Zoo, der als einziger der wissenschaftlich geleiteten Zoos in Deutschland keine Subventionen erhalte. "Keinen oder wesentlich geringeren Einnahmen stehen erhöhte Ausgaben gegenüber und eine solche Situation hält kein Unternehmen lange durch", sagte Zoodirektor Thomas Kauffels.

Laut von Opel hat der Zoo jedoch genügend gespart, um das verlustreiche Jahr verkraften zu können. Einige Investitionen müssten jedoch auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Dazu gehört die Neugestaltung des sogenannten "Asien-Bereichs", in dem auch Panzernashörner leben sollen. 14 Millionen Euro sollen hierfür investiert werden. "Eine wirtschaftliche Perspektive für den Beginn dieser Investition lässt sich erst nach der Rückkehr zum Normalbetrieb aufzeigen", hieß es in einer Mitteilung.

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Abseits der Finanzen hatte der Tod der Elefantenkuh Aruba 2020 im März für Schlagzeilen gesorgt. Knapp ein halbes Jahr später gab es wiederum Neuigkeiten von den Elefanten: Die beiden Kühe Lilak und Kariba aus Berlin zogen in den Zoo im Taunus ein. Letztere soll gemeinsam mit dem Elefantenbullen Tamo eines Tages für Nachwuchs sorgen. Insgesamt leben im Opel-Zoo rund 1700 Tiere.

© dpa-infocom, dpa:210215-99-449059/3

dpa

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