Wetter

Bauern sehen lange Trockenperiode mit Sorge

Staub wirbelt auf, während ein Bauer ein Feld im Frankfurter Stadtteil Bergen bearbeitet.

Staub wirbelt auf, während ein Bauer ein Feld im Frankfurter Stadtteil Bergen bearbeitet.

Friedrichsdorf. Das Frühlingswetter 2020 hat bei den hessischen Bauern Sorgen über ihre Ertragsaussichten ausgelöst. "Es war definitiv zu wenig Regen", zog ein Sprecher des Hessischen Bauernverbands Bilanz über die für die Landwirte so wichtige Wachstumsperiode im Frühjahr. Von Mitte März bis Ende April habe es kaum geregnet, und auch wenn im Mai öfter Regen fiel, sei das in einigen Gebieten nicht ausreichend Niederschlag gewesen. "Lange Trockenperioden machen sich im Ertrag bemerkbar", sagte der Sprecher. "Im März, April und Mai wird Wasser dringend gebraucht, damit die Pflanzen wachsen können."

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Erschwerend kamen die Frostnächte im April und auch noch Anfang Mai hinzu. "Den Erdbeeren, der Apfel- und Kirschblüte hat das teilweise geschadet." Auch für den Raps sei der Frühling "nicht so toll gelaufen." Das Grünland habe ebenfalls gelitten - das macht sich dann später beim Winterfutter bemerkbar. Beim ersten Grasschnitt, der besonders wichtig sei, habe es Einbußchen bis zu 40 Prozent gegeben.

Allerdings sehen nach Verbandsangaben nicht alle Bauern Grund zur Klage: "Es gibt einige, die sind ganz zufrieden, und andere, die sagen, es sei ganz furchtbar." Besonders der Schwalm Eder-Kreis und die Region um Limburg seien besonders von Trockenheit betroffen gewesen.

Sorge bereite, dass dies bereits das dritte Jahr in Folge sei, in dem sich Trockenheit auswirke. Zudem häuften sich Extremereignisse - statt des erhofften milden Landregens könne es zu Starkregen kommen, von dem die Pflanzen wenig Nutzen hätten. Was das Frühjahr 2020 letztlich für die diesjährige Ernte bedeutet, bleibe abzuwarten, sagte der Sprecher: "Wir hoffen auf jeden Fall noch. So lange die Pflanzen auf den Feldern noch grün sind, so lange nehmen sie noch Wasser auf."

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dpa

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