Prozesse

Basay-Yildiz erleichtert über Rechtskraft von NSU-Urteil

Die Rechtsanwältin und Opfervertreterin Seda Basay-Yildiz steht in ihrem Büro.

Die Rechtsanwältin und Opfervertreterin Seda Basay-Yildiz steht in ihrem Büro.

Frankfurt/Karlsruhe. Im "schlimmsten Fall" hätte es passieren können, dass Zschäpe frei komme, sagte Basay-Yildiz am Donnerstag in Frankfurt der Deutschen Presse-Agentur. Doch nun sei das Urteil "Gott sei Dank" rechtskräftig. Auch ihre Mandanten seien erleichtert.

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Basay-Yildiz hatte im Münchner NSU-Prozess als Nebenklageanwältin Angehörige des ersten Mordopfers der rechtsextremen Terrorzelle "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) vertreten. Der Blumenhändler Enver Şimşek aus Schlüchtern im Main-Kinzig-Kreis war im Jahr 2000 in Nürnberg erschossen worden.

Am Donnerstag hatte der Bundesgerichtshof (BGH) Zschäpes Revision mit schriftlichem Beschluss verworfen und nur eine Einzelstrafe gestrichen. "Die lebenslange Gesamtfreiheitsstrafe und die festgestellte besondere Schuldschwere sind hiervon jedoch unberührt geblieben", hieß es.

Zschäpe hatte mit ihren Freunden Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt fast 14 Jahre im Untergrund gelebt. In dieser Zeit ermordeten die Männer acht türkischstämmige und einen griechischstämmigen Kleinunternehmer sowie eine Polizistin. 2011 nahmen sie sich das Leben, um der drohenden Festnahme zu entgehen. Zschäpe zündete die gemeinsame Wohnung an, verschickte ein Bekennervideo und stellte sich.

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2018 verurteilte das Oberlandesgericht (OLG) München Zschäpe, die einzige Überlebende des Trios, als Mittäterin - auch wenn es keinen Beweis gibt, dass sie selbst an einem der Tatorte war.

© dpa-infocom, dpa:210819-99-896004/4

dpa

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