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Awo-Bundesverband schmeißt Chef der Awo Hessen-Süd raus

Das Logo der Arbeiterwohlfahrt (Awo) ist an einem Gebäud zu sehen.

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Frankfurt/Main. Der betroffene Wilhelm Jost nannte die Vorwürfe am Montag "eine Rufmordkampagne".

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Die "einstweiligen Anordnung" wurde vom Awo-Bundesverband erwirkt. Dieser beruft sich auf eigene Prüfungen und die Ergebnisse einer Task Force. Beide hätten "gravierende Feststellungen unter anderem hinsichtlich unlauterer Verflechtungen und intransparentem Vorgehen bei Immobilientransaktionen" festgestellt.

"Ausschlaggebend für den Antrag vor dem Bundesschiedsgericht war eine akute Gefährdungslage des Bezirksverband Hessen-Süd, die maßgeblich durch Wilhelm Jost mitbegründet und eine Gegensteuerung durch ihn erschwert wurde", teilte Bundesvorstand Wolfgang Stadler mit.

Jost sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Das ist eine Rufmordkampagne gegen mich." Er sei vor der Entscheidung weder schriftlich noch mündlich angehört worden. Die Vorwürfe seien "Nonsens". "Ich habe mir nichts vorzuwerfen."

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Die Task Force unter Leitung der früheren Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin hatte Anfang November ihren Abschlussbericht vorgelegt. Sie hatte laut Bezirksverband "sehr deutlich" die Geschäfte in der Vergangenheit kritisiert.

Auslöser war der Skandal um überhöhte Gehälter und Luxus-Dienstwagen bei der Frankfurter Awo sowie ungerechtfertigte Spenden an den mit Frankfurt personell verflochtenen Kreisverband Wiesbaden. Gegen mehrere Verantwortliche der Awo ermittelt die Staatsanwaltschaft.

dpa

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