Tiere

Auch Gerichtshof bestätigt Tier-Tötung wegen Geflügelpest

Paragrafen-Symbole sind an Türgriffen am Eingang zum Landgericht angebracht.

Paragrafen-Symbole sind an Türgriffen am Eingang zum Landgericht angebracht.

Gießen/Kassel. Die Kasseler Richter hätten die Beschwerde eines Tierhalters aus Freiensteinau abgelehnt, sagte ein Justizsprecher am Dienstag. Der Gerichtshof bestätigte damit eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Gießen. Nach Ansicht der Richter hatte der Hobbytierhalter die Vögel nicht ausreichend räumlich getrennt. Der Beschluss ist unanfechtbar (Az.: 8 B 103/21).

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Laut Gericht hielt der Kläger auf seinem Grundstück Eulen, Kolkraben, Nandus, Gänse und weitere Tiere in Volieren und Ställen. Nach dem Auftreten der auch Vogelgrippe genannten Krankheit bei Pfauen ordnete der Vogelsbergkreis die Tötung der meisten Vögel an. Der Halter wehrte sich und argumentierte, dass es bei anderen Tieren keine Anzeichen einer Infektion gebe und die Tiere getrennt gehalten würden. Der Verwaltungsgerichtshof sah das anders: Vielmehr zeige ein Gutachten Gefährdungsfaktoren im Betrieb des Antragstellers wie die gemeinsame Haltung von verschiedenen Tieren.

Der Vogelsbergkreis erklärte, mit der VGH-Entscheidung seien nun alle rechtlichen Möglichkeiten ausgeschöpft. "Bei allem Verständnis und Bedauern muss die tierseuchenrechtliche Tötungsanordnung im Laufe dieser Woche umgesetzt werden", so der Landkreis. Alle Tiere im Bestand des Halters müssten laut Geflügelpestverordnung getötet werden, um eine Ausbreitung der hochansteckenden Krankheit zu verhindern.

Ende des vergangenen Jahres war in Hessen zunächst bei toten Schwänen die Virusinfektion festgestellt worden. Eine Übertragung auf den Menschen ist laut dem Land unwahrscheinlich.

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dpa

OP

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