Bundestag

Kanzlerkandidat Laschet in Boxclub für Jugendliche

Der CDU-Vorsitzende und Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) im Rahmen seiner Wahlkampftour.

Der CDU-Vorsitzende und Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) im Rahmen seiner Wahlkampftour.

Frankfurt/Main. Beim Besuch eines Boxclubs für Jugendliche in Frankfurt hat sich Unionskanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) für eine verstärkte Corona-Impfkampagne ausgesprochen. Alle Anstrengungen müssten darauf gerichtet sein, das Impfen voranzubringen, sagte Laschet am Mittwoch beim Besuch der Einrichtung der Sportjugend Frankfurt. "Einen Lockdown darf es nicht mehr geben", sagte Laschet. Aktivitäten wie die des Boxclubs hätten in der Pandemie gelitten.

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Es dürfe nicht nur auf die Inzidenz geschaut werden, sondern es müsse auch an die Konsequenzen für Kinder und Jugendlichen gedacht werden: "Nur digital über den Bildschirm kann man nicht gemeinsam sozial lernen", sagte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident. Der Kanzlerkandidat sprach mit Jugendlichen und stieg auch für einige Minuten in den Ring. Dazu erhielt er Boxhandschuhe und teilte einige Hiebe auf Schlagpolster aus.

Der 18-jährige Alexander Hüttermann berichtete stellvertretend für die anderen Nachwuchs-Boxer, wie alle versuchten, die im Lockdown verloren gegangene Fitness wieder aufzubauen. In dem Club trainierten vor Corona rund 300 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen 6 und 27 Jahren. Es gibt auch eine Hausaufgabenbetreuung und ein Mittagessensangebot.

Die Vorstandsvorsitzende der Sportjugend, Petra Pressler, schilderte, wie schwierig es im Lockdown gewesen sei, Angebote zu organisieren. Man habe eigens Geräte für Freilufttraining angeschafft, aber keine Erlaubnis erhalten, sie einzusetzen. Derzeit seien die Einrichtungen offen, die Kinder und Jugendlichen müssten aber bestimmte Zeiten einhalten, um die Teilnehmerzahl regulieren zu können.

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Laschet sagte, in dem Boxclub werde die Idee gelebt, dass jeder es in der Gesellschaft schaffen können soll, egal woher er stamme: "Die Jugendlichen haben hier die Chance, mit eigener Leistung zu zeigen, was sie können." Die gemeinsame Sprache in der Einrichtung sei Deutsch. Sprachförderung müsse schon im Kindergarten beginnen, sagte Laschet.

Vor Journalisten sagte er im Anschluss zum Bundestagswahlkampf, die CDU werde in den kommenden Wochen kämpfen. Jetzt gehe es um die inhaltliche Auseinandersetzung. "Wir müssen endlich zu einem politischen Wahlkampf kommen, zu einer klaren Frontenstellung", sagte Laschet. Es müsse über die Zukunft von Arbeitsplätzen in der Industrie gesprochen werden. Dies müsse mit der Klimapolitik verbunden werden. Die Arbeitsplätze sollten in Zukunft noch da sein, aber klimaneutral. "Da haben unsere Wettbewerber keine Antwort drauf", sagte Laschet. Klimapolitik sei auch eine soziale Frage. Der Termin war Start einer Deutschlandtour des Kanzlerkandidaten.

© dpa-infocom, dpa:210811-99-803883/3

dpa

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