Geschichte

Alter Brief mit "Schwarzen Einsern" bringt 54.000 Euro

Wiesbaden. Auf dem Brief sind gleich drei wertvolle "Schwarze Einser" und ein "Blauer Dreier", wie die seltenen und begehrten Briefmarken genannt werden.

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"Das ist natürlich sehr schön", sagte die 65-jährige bisherige Besitzerin, die anonym bleiben möchte, der Deutschen Presse-Agentur. Dass es noch höher gehe als das Startgebot von 25.000 Euro, habe sie nach Einschätzung der Expertise aus dem Auktionshaus aber schon erwartet. Der Brief mit den wertvollen Marken war vor etwa 170 Jahren an die Ur-Ur-Großmutter der Frau adressiert worden und war seither in Familienbesitz.

Das Geld wird zwischen den Geschwistern der Frau aufgeteilt, außerdem bekommt das Auktionshaus eine Provision. Ihren eigenen Anteil werde sie nicht behalten, sagte die 65-Jährige. Der gehe wie zuvor angekündigt an junge Geflüchtete.

Ein Sprecher des Auktionshauses sagte, anfangs hätten mehrere Bieter den Preis in Richtung 40.000 Euro hochgetrieben, ab dann hätten zwei Konkurrenten den Preis unter sich ausgemacht. Der Gewinner, ein Kunstsammler aus Deutschland, habe telefonisch mitgeboten.

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"Schwarze Einser" im Wert von damals einem Kreuzer und "Blaue Dreier" im Wert von drei Kreuzern wurden am 1. November 1849 vom Königreich Bayern ausgegeben - die ersten Briefmarken Deutschlands. Der nun versteigerte Brief, der am 24. April 1850 entwertet wurde, ist besonders wertvoll: Er ist laut Auktionshaus "das einzig bekannte Stück in dieser Kombination, eine der ganz großen Seltenheiten in insgesamt sehr attraktiver und ursprünglicher Erhaltung". Die Marken seien aus der allerersten Druckauflage.

© dpa-infocom, dpa:210924-99-343646/2

dpa

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