Gesundheit

Ärztekammer kritisiert Beschluss zu Kinderimpfungen scharf

Eine Spritze liegt auf einem Impfpass.

Eine Spritze liegt auf einem Impfpass.

Frankfurt/Main. "Dass die Politik nicht auf den Rat eines von ihr eingesetzten Expertengremiums hört, ist absolut unverständlich", erklärte der Präsident der Landesärztekammer Hessen, Edgar Pinkowski, am Mittwoch. Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfehle die Schutzimpfung nicht generell für Minderjährige, sondern nur für Kinder ab zwölf Jahren mit bestimmten Vorerkrankungen oder gefährdeten Haushaltsangehörigen. Für eine generelle Empfehlung beurteile die Stiko die Datenlage derzeit noch als mangelhaft.

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Darüber setze sich die Gesundheitsministerkonferenz als "Laienspieltruppe auf medizinischem Feld" hinweg. Die Entscheidung des Landes Hessen, diesen Beschluss 1:1 umzusetzen, sei zutiefst bedauerlich, erklärte Pinkowski. Er habe keinerlei Verständnis dafür, dass die Politik nun psychischen Druck auf Kinder und ihre Eltern aufbaue. Es dürfe nicht sein, dass Erwachsene, wie beispielsweise das Personal an Schulen und anderen Bildungs- und Betreuungseinrichtungen, darauf dringe, Kinder und Jugendliche impfen zu lassen, um selbst eine Impfung zu vermeiden.

© dpa-infocom, dpa:210804-99-702662/3

dpa

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