Arbeit

Fachkräftemangel sorgt für deutliche Lohnsteigerungen

Zwar stiegen die Löhne in Berufen mit Fachkräftemangel - davon profitierten jedoch vor allem die Hochqualifizierten.

Zwar stiegen die Löhne in Berufen mit Fachkräftemangel - davon profitierten jedoch vor allem die Hochqualifizierten.

Köln. Der Fachkräftemangel in Deutschland hat nach einer Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) vielen gut ausgebildeten Beschäftigten in den vergangenen Jahren überdurchschnittliche Lohnsteigerungen beschert.

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"Seit 2013 werden Berufe, in denen geeignetes Personal knapp ist, im Vergleich zu Berufen mit genügend Arbeitskräften immer besser bezahlt - zumindest bei Hochqualifizierten", berichtete das Kölner Institut in einer Studie auf Basis von Daten der Bundesagentur für Arbeit.

Zwischen 2013 und 2019 stiegen der Studie zufolge die Löhne in Deutschland um rund 15 Prozent. In sieben der zehn Berufe mit dem größten Fachkräftemangel lag der Lohnzuwachs in diesem Zeitraum jedoch deutlich über dem Durchschnitt. Altenpfleger verdienten 2019 24 Prozent mehr als 2013, Straßenbauer 19 Prozent und Mitarbeiter der öffentlichen Verwaltung 18 Prozent.

Allerdings profitierten nicht alle Beschäftigten in Berufen mit Fachkräftemangel gleichermaßen davon. "Es sind in erster Linie Hochqualifizierte, die ihre Knappheit in höhere Löhne umsetzen können. Für Fachkräfte in Ausbildungsberufen kann hingegen kein Zusammenhang festgestellt werden", bilanzierten die Wissenschaftler. Ein Grund dafür sei, dass Hochqualifizierte eher bereit seien für eine gut bezahlte Stelle umzuziehen. Das stärke ihre Verhandlungsposition, meinte IW-Bildungsexperte Alexander Burstedde.

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Allerdings wurden in einigen Berufen die Löhne auch kräftig erhöht, ohne dass Fachkräfteengpässe bestanden. So stiegen beispielsweise die Löhne von Fußpflegern, Kosmetikfachkräften und angestellten Zahnärzten um jeweils rund 30 Prozent. Andersherum gab es auch Berufe, in denen die Löhne trotz Fachkräftemangels nur unterdurchschnittlich stiegen - so bei Brandschutzfachkräften und Lokführern.

© dpa-infocom, dpa:210106-99-920665/3

dpa

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