Mietrechtsschutz

Wann Mietervereine und Policen weiterhelfen

Streit mit dem Vermieter? Eine Rechtsschutzpolice, die Wohnungsfragen abdeckt, kann Versicherten finanzielle Sorgen der Auseinandersetzung nehmen.

Streit mit dem Vermieter? Eine Rechtsschutzpolice, die Wohnungsfragen abdeckt, kann Versicherten finanzielle Sorgen der Auseinandersetzung nehmen.

Berlin (dpa/tmn). Mieterhöhung, Kündigung, Nebenkostenabrechung: Das Spannungsfeld, in dem sich Mieter und Vermieter bewegen, ist groß. Kommt es zum Streit, lässt sich eine gerichtliche Auseinandersetzung nicht immer vermeiden. Damit der Streit nicht am Ersparten nagt, kann ein Rechtsschutz sinnvoll sein.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Solche speziellen Versicherungen gibt es für Mieter um die 100 Euro im Jahr (150 Euro Selbstbeteiligung), hat die Zeitschrift Finanztest (Ausgabe 11/2021) herausgefunden. Alternativ kann man einen Rechtsschutz auch über eine Mitgliedschaft im örtlichen Mieterverein bekommen. Dort liegen die Jahresbeiträge laut Finanztest zwischen 80 und 120 Euro.

Versichert ist der Mieter in aller Regel dann, wenn er sich gegen eine Mieterhöhung, Kündigung oder Nebenkostenabrechnung wehren will. Zudem springen die Anbieter ein, wenn es Streit um Schönheitskorrekturen oder Schimmelbeseitigung gibt. Außerdem können Auseinandersetzungen über einbehaltene Kaution oder mit Untermietern mitversichert sein.

Unterschied zur Mitgliedschaft im Mieterverein

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Allerdings gibt es Unterschiede zwischen der Versicherung über Mietvereine und dem Abschluss einer Rechtsschutzpolice, schreibt Finanztest. Bei einer Rechtsschutzversicherung haben Kunden das Recht auf freie Anwaltswahl. Beim Mieterverein müssen sich Mitglieder im vorgerichtlichen Stadium von Vereinsjuristen beraten lassen. Das kostet - im Vergleich zur Rechtsschutzpolice - häufig extra. Erst wenn es vor Gericht geht, kann der Anwalt bei Mietervereinen frei gewählt werden.

Für Streit unter Mitmietern kommen Mietervereine laut Finanztest zudem oft nicht auf. Hier seien lediglich Auseinandersetzungen des Mieters mit dem Vermieter versichert.

Vorteil der Mitgliedschaft im Mieterverein: Die Beratung durch die Vereinsjuristen können Mitglieder auch für bereits bestehende Streitigkeiten in Anspruch nehmen. Nach dem Abschluss einer Rechtsschutzversicherung gilt hingegen meist eine Wartezeit von drei Monaten. Tritt in dieser Zeit ein Streitfall ein, zahlt die Versicherung noch nicht.

Mehr aus Bauen & Wohnen

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen