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Regionalplan für Marburg-Biedenkopf Infos rund um den Regionalplan
Infos rund um den Regionalplan
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22:27 12.01.2022
Fast 200 Seiten stark ist der Textentwurf des Regionalplans Mittelhessen, zu dem auch eine großformatige Karte gehört.
Fast 200 Seiten stark ist der Textentwurf des Regionalplans Mittelhessen, zu dem auch eine großformatige Karte gehört. Quelle: RP Gießen
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Marburg

Aktuell gilt in Mittelhessen nach Angaben der Regierungspräsidiums Gießen als zuständiger Behörde der im Februar 2011 in Kraft getretene Regionalplan Mittelhessen (RPM) 2010, ergänzend trifft der Teilregionalplan Energie Mittelhessen (TRPEM) 2016/2020 Regelungen zur Energienutzung.

Regionalpläne müssen regelmäßig neu aufgestellt werden, um sich den veränderten Verhältnissen anzupassen und damit auch künftig Steuerungswirkung erzielen zu können. Der Prozess einer Neuaufstellung umfasst viele einzelne Schritte und erstreckt sich über mehrere Jahre. 

Was macht ein Regionalplan?

Ein Regionalplan des Gebietes eines der drei hessischen Regierungspräsidien koordiniert alle Planungen, die Fläche benötigen: Wohn- und Industriegebiete, Abbau von Rohstoffen, Nutzung der Windenergie, Naturschutzgebiete, Straßen und Radwege. Da Flächen für verschiedene Zwecke genutzt werden können, konkurrieren die Ziele miteinander. Die Planer der Behörde versuchen, zwischen den Zielen zu vermitteln und durch abwägen eine möglichst intelligente Lösung zu finden.

Wer legt die Regionalplanung fest?

Als Obere Landesplanungsbehörde gemäß Landesplanungsrecht nimmt das Regierungspräsidium die übergeordnete, überörtliche und zusammenfassende Planung für die Region Mittelhessen wahr. Träger der Regionalplanung ist die Regionalversammlung Mittelhessen. Sie besteht derzeit aus 31 Mitgliedern, die von den Kreistagen und Stadtverordnetenversammlungen der Landkreise Gießen, Lahn-Dill, Limburg-Weilburg, Marburg-Biedenkopf und Vogelsberg sowie der Städte Gießen, Marburg und Wetzlar gewählt werden. Die Regionalversammlung beschließt den Regionalplan und Abweichungen davon, außerdem nimmt sie Stellung zu Untersagungen raumordnungswidriger Planungen und Maßnahmen, zu Raumordnungsverfahren, zum Landesentwicklungsplan, zu raumbedeutsamen Fachplanungen und zu sonstigen Fragen der Raumordnung in der Region.

Wie läuft das Verfahren ab?

Die Ergebnisse sind in einem umfassenden Schriftsatz festgehalten, eine Karte zeigt die Vorrang- und Vorbehaltsgebiete, es folgen Berichte zur FFH-Vorprüfung und die Prüfbögen zur Gesamtabwägung. Wird der Plan nach dem Beteiligen der Öffentlichkeit und eventuellen Veränderungen von der Regionalversammlung beschlossen, so müssen sich die Kommunen bei ihren Vorhaben daran halten, zumindest in ihren Entscheidungen einbeziehen oder eine Abweichung beantragen.

Aktuelles

Gerade läuft die Offenlegung des Regionalplanentwurfs vom 10. Januar bis 11. März 2022. Unterlagen und die Möglichkeit zur digitalen Beteiligung finden Sie hier.

von Katharina Kaufmann-Hirsch