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Landratswahl 2022 Sabine Kranz ist der einzelne Mensch wichtig
Themen Specials Landratswahl 2022 Sabine Kranz ist der einzelne Mensch wichtig
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11:30 27.04.2022
Sabine Kranz (Freie Wähler) will Landrätin werden.
Sabine Kranz (Freie Wähler) will Landrätin werden. Quelle: Nadine Weigel
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Marburg

Sabine Kranz ist die Kandidatin der Freien Wähler für die Landratswahl am 15. Mai.

Frau Kranz, warum kandidieren Sie für das Amt der Landrätin?

Sabine Kranz: Ich gelte zwar als klassische Quereinsteigerin, doch ich sehe, dass für die Bürger etwas getan werden muss. Ich sehe deren Wünsche, Bedürfnisse und alltägliche Probleme in der Politik nicht vertreten. Wir als Partei wollen den Bürgern im Landkreis eine gute Alternative bieten.

Was müsste sich hier im Landkreis ändern?

Als alleinerziehende Mutter und Geschäftsführerin ist für mich die Vereinbarung von Beruf und Familie, gute gebührenfreie Bildung und flexible Betreuung ab der Krippe ein Herzensanliegen. Man muss im Landkreis Ganztagsbetreuungen und bezahlbaren Wohnraum schaffen. Ebenfalls muss man den Landkreis für Jung und Alt attraktiver gestalten.

Sie haben im Kreistag keine Fraktion hinter sich. Sollten Sie Landrätin werden, mit welcher Mehrheit wollen Sie dann regieren?

Wenn man positiv für die Bürger entscheidet, müssen sich dafür im Kreistag normalerweise Mehrheiten finden, egal welcher Partei man angehört.

Was würden Sie als Erstes ändern?

Als Erstes muss etwas für die Schulbildung und Betreuung getan werden. Kinder sind unsere Zukunft. Ich habe selber einen Sohn und ich weiß, wie schwer es ist, heutzutage die alltäglichen Probleme irgendwie zu meistern.

Was könnte der Landkreis da tun?

Der Landkreis muss flexible und kostenfreie Ganztagsbetreuungen stellen, um den Familien in dieser schwierigen Zeit unter die Arme zu greifen. Die Menschen haben genug Probleme wie Inflation, verteuerter Wohnraum und Verteuerung der Existenz, da muss der Landkreis aushelfen.

Wie könnte man im Landkreis die Dörfer besser an den Nahverkehr anbinden?

Das Problem mit der Verkehrsanbindung kenne ich auch – ich habe keinen Führerschein und kein Auto. Die Bus- und Bahnverbindungen in der ländlichen Region sind leider nicht zufriedenstellend. Hier muss man ganz dringend etwas machen.

Was ist Ihr Konzept dafür? Sollte man alte Bahnstrecken reaktivieren – oder worauf setzen Sie?

Auf die Bahn noch nicht mal so sehr, aber die Bahnhöfe sollten dann immerhin barrierefrei gestaltet werden. Es müssen deutlich mehr Busse fahren. Wir brauchen flächendeckende Busverbindungen. Dieses Konzept ist kostengünstiger, flexibler und schneller umsetzbar als eine aufwendige Bahnerweiterung.

Wie kann der Landkreis klimaneutral werden?

Ich finde, bei diesem wichtigen Thema sollte man zusammenarbeiten und nicht jedes Mal gegeneinander. Das ist wichtig, dass man wirklich sagt: Alle mal an einen Tisch. Wie kann jeder das Beste dafür tun, dass es einfach besser wird, dass es auch schneller geht? Es wird zu viel gegeneinander gearbeitet. Das bringt nichts. Es ist ein abgedroschener Spruch, aber: Wir haben nun mal nur eine Welt, und für unsere Kinder wollen wir auch eine relativ saubere und sichere Welt hinterlassen.

Welche Schwerpunkte würden Sie als Landrätin im Kreishaushalt setzen?

Da bin ich ganz ehrlich: Da müsste man sich erst einmal reinarbeiten, wie alles strukturiert ist. Was hat der Landkreis, was braucht der Landkreis … Dazu kann man wirklich erst etwas sagen, wenn es soweit wäre.

Sie haben keine politische Erfahrung. Wie wollen Sie das ausgleichen?

Ich weiß, ich habe keine großartige politische Erfahrung. Ich habe auch keinen Doktortitel und kein Diplom. Aber ich habe einen gesunden Menschenverstand. Und vor allem gehe ich mit Herz ran, weil mir der einzelne Mensch wichtig ist und ich meine Aufgaben ernst nehme und immer mein Bestes gebe.

Persönliches

Name: Sabine Kranz

Alter: 50

Familienstand: geschieden, alleinerziehende Mutter

Geburtsort: Gießen

Wohnort: Kirchhain

Beruf: Geschäftsführerin in einem mittelständischen Unternehmen

Lebensmotto: Das Leben ist zu kurz, um still zu stehen.

Digitaler Wahlkampf:Eigene Seiten auf Facebook und Instagram.

Von Stefan Dietrich