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Corona weltweit Warten auf bessere Zeiten
Warten auf bessere Zeiten
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15:59 18.05.2021
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Tromsö

"Ganz Norwegen war vom 12. März bis Ende April im Lockdown – nur Lebensmittelgeschäfte waren offen und Arztpraxen für Notfälle. Wer konnte, musste von zu Hause aus arbeiten, an Schulen und Unis gab es ausschließlich Distanzunterricht. Die Restriktionen galten für das ganze Land, obwohl natürlich in Oslo und weiteren größeren Städten die Infektionszahlen viel höher waren als in der Provinz. Das hat den einen oder anderen Lokalpolitiker gegen die Regierung auf die Palme gebracht. Hier in Tromsø - einer Stadt, die ungefähr so viele Einwohner wie Marburg hat - waren die Infektionszahlen relativ niedrig.

Anne Kjösnes

Ende April konnten Arztpraxen, Physiotherapeuten, die Gastronomie, Kinos und Friseure wieder öffnen, allerdings mit strengen Hygieneregeln und Kontaktdatenaufnahme. Als Paar mit geregeltem Einkommen und guten Homeoffice-Möglichkeiten sind wir eigentlich sehr sicher durch die Pandemie gekommen. Wir können wandern, Skilanglauf machen, ins Restaurant oder ins Kino gehen. Je nach den aktuellen Regelungen können wir Besuch haben, selbst Freunde und Familie besuchen. Schlechter gestellt sind natürlich auch hier kleine Geschäftsleute und andere Selbstständige. Für die Alten und Kranken war es ebenso hart wie für Schüler und Studenten, die sich eben nicht auf dem Campus oder in der Schule mit Gleichaltrigen treffen können. In unserer Stadt sind mittlerweile die meisten über 65-Jährigen geimpft und der Plan ist, dass bis Ende August allen ein Impfangebot gemacht werden soll. Weniger Infektionen, mehr Impfungen – hier warten jetzt alle auf bessere Zeiten, hoffentlich schon im Sommer."