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Corona weltweit „Ich bete, dass die Pandemie bald endet“
„Ich bete, dass die Pandemie bald endet“
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18:44 24.05.2021
Isaac Redeemer (14) aus Utange in Kenia.
Isaac Redeemer (14) aus Utange in Kenia. Quelle: Privatfoto
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Utange

Der 14-jährige Isaac Redeemer, Schüler aus Utange in Kenia, lebt im MiRO-Kinderheim. Er erzählt über seine derzeitige Situation: „Vor Kurzem habe ich nach acht Jahren die Schule abgeschlossen. Eigentlich gehe ich auf ein Internat im Norden, aber das ist seit der Pandemie geschlossen. Ich war gezwungen, ein Jahr Zuhause zu bleiben.

Unterricht hat nur online stattgefunden, wenn überhaupt. Auch alle anderen 40 Kinder im Heim waren Zuhause. Die Vorbereitungen auf meine Prüfungen waren deshalb sehr schwierig. Aber ich habe trotzdem gut bestanden und kann auf eine High School gehen, wenn die Schulen hoffentlich bald wieder öffnen.

Ich möchte Anwalt werden und da ist es wichtig, dass man eine gute Schule besucht. Die Pandemie hat auch viele Familien hart getroffen. Menschen haben ihre Arbeit verloren. Viele können sich kein Essen mehr kaufen, weil es so teuer geworden ist. Deshalb ist auch die Kriminalität gestiegen, die Menschen stehlen Essen, um überhaupt etwas zu haben. Die Polizei ist sehr streng und überwacht den Lockdown. Man hört immer wieder, dass Menschen getötet werden. Ich bin froh, dass wir ein Stück Land haben, wo wir Mais anbauen. So kommen wir auch mal raus und können etwas tun. Ich bete, dass die Pandemie bald endet und wir zu unserem alten Leben zurückkehren können. Es wäre schön, mal wieder in die Kirche gehen zu können oder auf dem Feld Fußball spielen zu dürfen.“

Von Isaac Redeemer