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Corona weltweit Leichtes Fieber nach Wuhan-Geschäftsreise
Leichtes Fieber nach Wuhan-Geschäftsreise
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18:47 24.05.2021
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„Die Regierung ging mit dem Ausbruch der Corona-Krise im März 2020 sehr unorganisiert um, das variierte aber von Staat zu Staat“, erzählt Arno Pitzen, Geschäftsführer einer Glasfaserfirma in Austin. Der gebürtige Hesse berichtet von Maßnahmen, die denen von Deutschland ähneln: „Es gibt Maskenpflicht, Einschränkungen für die Gastronomie und Beschränkungen von Versammlungen auf acht Personen. Außerdem wurden alle Unternehmen geschlossen, die nicht essenziell für die Infrastruktur jeglicher Art sind.“

Auch Ausschreitungen der Corona-Gegner habe es gegeben. Allerdings hätte das Justizsystem nur die Fälle geahndet, die gegen die Absichten der Regierung sprechen. „Je nachdem, welche politische Richtung oder andere Ausreden die Verantwortlichen dieser Ausschreitungen für sich in Anspruch nehmen, reagieren die Behörden.

Stehen die politischen Motive im Einklang mit denen der Regierung, passiert trotz Plünderungen und Zerstörungen nichts und die Ausschreitungen werden nicht oder nur halbherzig verfolgt“, erzählt Pitzen.

Das Leben auf dem Land allerdings sei nicht erheblich beeinflusst worden. Auch beruflich hat sich nur geringfügig etwas geändert: „Arbeitsmäßig gehört unsere Firma zu den essenziellen Unternehmen und somit haben wir nicht einen Tag an Produktion verloren, lediglich die Reiseeinschränkungen machen das Leben etwas schwerer“, sagt der Texaner.

Pitzen hat die Vermutung, er sei schon unwissentlich mit dem Coronavirus angesteckt worden, als von der Corona-Krise noch keine Rede war. Er berichtet: „Ich war Ende November 2019 mit meinem Chef in China unterwegs, unter anderem auch in Wuhan und hatte nach meiner Rückkehr für ein paar Tage leichtes Fieber. Meinen Chef hingegen hatte es richtig erwischt und er war mit schwerem, für die Ärzte unerklärbarem Fieber ans Bett gefesselt.“

Er sehe dennoch mit Gelassenheit Richtung Zukunft, wünsche sich aber, dass die Impfkampagnen schnell voranschreiten, sodass das Leben in den USA unter normalen Bedingungen weitergehen kann.

Von Arno Pitzen