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Besser Esser Upgrade für den Silvester-Klassiker
Upgrade für den Silvester-Klassiker
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00:39 31.12.2014
Zum Start ins neue Jahr mal etwas Neues: die Insalata Caprese im Raclette-Pfännchen. Quelle: Thomas Strothjohann
Marburg

In das Pfännchen kann man mehr hineinlegen als Raclette-Käse und saure Gurken oder eingelegte Zwiebeln. Auch Mozzarella schmilzt im Racletteofen und gibt in Kombination mit Cocktailtomaten, frischem Basilikum, Pfeffer und Salz eine leckere Variante des Silvester-Klassikers ab. Angefangen bei unterschiedlichen Käsesorten, aufgehört beim Nachtisch: die lange letzte Nacht des Jahres eignet sich hervorragend für Experimente.
Wir haben für Sie fünf alternative Pfännchen und Beilagen zusammengestellt, mit denen Sie Ihre Silvestergäste überraschen können:

Text, Fotos: Fotos: Strothjohann

Mexican Style: Guacamole
  • 3 Avocados
  • 1 Tomate
  • Saft aus einer Limonenhälfte
  • Pfeffer, Salz

Die Avocado-Creme „Guacamole“ macht sich nicht nur als Beilage gut, sondern vor allem auch im Pfännchen aufgewärmt.
Halbieren Sie die Avocados und lösen Sie die Steine heraus. Latinos machen das, indem sie mit einem scharfen Messer in den Kern hineinhacken und das Messer dann etwas drehen.
Kratzen Sie das Fruchtfleisch aus den Schalen in eine Schüssel und geben Sie die Tomate feingehackt dazu. Ein Schuss Limonensaft sorgt dafür, dass sich die grüne Creme nicht gleich braun färbt. Manche mögen auch feingehackten Knoblauch und Zwiebeln in der Guacamole.
Zerdrücken Sie das Ganze nun mit einer Gabel oder pürieren Sie es mit dem Handmixer. Fertig ist die Guacamole.

Mozzarella-Tomate
  • Mozzarella (kleine Kugeln oder gewürfelt)
  • Cocktailtomaten, halbiert
  • Frisches Basilikum
  • Pfeffer, Salz, Olivenöl
  • Evtl. Balsamicocreme

Die Caprese – bestehend aus Büffelmozzarella, Tomatenscheiben und Basilikumblättern schmeckt zwar auch kalt hervorragend, aber im Racletteofen gebacken entsteht daraus ein kleiner Hauptgang. Lassen Sie den Miniauflauf nach dem Backen über eine aufgebrochene Pellkartoffel laufen.

Fleisch vom Racletteofen

Schinken können Sie entweder in Würfeln mit in die Pfannen geben oder ihn in Scheiben oben auf die heiße Metallplatte des Raclette-Geräts legen.

Rinderlende oder Hähnchenbrust: Für die Grill-Fans unter den Raclette-Gästen können Sie dünn aufgeschnittene Rinderlende oder Hähnchenbrust-Streifen servieren. Das Fleisch kann je nach Geschmack auf der Platte des Raclettegrills unterschiedlich lange gebruzzelt werden.

Gorgonzola-Birne
  • 4 kleine Birnen
  • 200 Gramm Gorgonzola
  • Frische Petersilie
  •  

Das Zusammenspiel von fruchtigem Obst und herzhaftem Käse rundet das Menü ab.
Die Birnen waschen, schälen und dann in Stücke schneiden.
In einer Schale Birnenstücke und Gorgonzola mit einer Gabel vermengen und frisch gehackte Petersilie darüber streuen.
Mischung in die Pfännchen geben und backen, bis der Käse sich braun färbt.
Alternativ zum Gorgonzola können Sie auch Parmesan nehmen und etwas Fleur de Sal darüber streuen.

Flambierte Bananen
  • Bananen
  • Grand Marnier
  • Butter

Kulinarisch und optisch spektakuläres Finale: Lassen Sie etwas Butter in den Pfännchen schmelzen, legen Sie  dünne Bananenscheiben hinein und warten Sie, bis diese  leicht braun sind. Stellen Sie dann alle Pfännchen dicht aneinander oben aufs Raclettegerät und flambieren Sie die Bananen mit Grand Marnier. Mit Sahne ablöschen.

Noch ein paar Fakten zum Raclette:

Käse-Geschichte
Die erste schriftliche Erwähnung von Raclette ist in mittelalterlichen Klosterhandschriften aus den Kantonen Obwalden und Nidwalden zu finden, wo von einem „Bratchäs“ (Bratkäse) als einer besonders nahrhaften Speise der Alphirten berichtet wird. Unterwaldner Bratkäse ist auch heute noch eine Alternative zum Raclette.

Nach urtümlicher Walliser Art wird ein halber Laib von besonders feinschmelzendem Vollfettkäse Walliser Käse so nahe ans Feuer gelegt, dass dieser langsam zu schmelzen beginnt. Dabei wird der Käse nicht nur geschmolzen, sondern gleichzeitig geräuchert und gegrillt. Daraus entsteht der unverwechselbare Geschmack des am Feuer zubereiteten echten „Raclette“. Vor dem Glutteil liegt ein mit Alufolie umwickeltes Brett, und darauf liegen die zwei Hälften des Käse-Laibes mit der Schnittfläche zur Glut. So kann immer ein Käse schmelzen, während vom anderen mit dem Messerrücken eine Portion „Raclette“ auf einen Teller abgeschabt wird. An die traditionelle Zubereitungsform am offenen Feuer wagen sich hierzulande nur wenige heran. Üblich sind dagegen Tischöfen mit den bekannten Pfännchen und Käsescheiben anstatt ganzer Laibe.

Geselliges Gericht
Wesentliches Element – neben dem kulinarischen Genuss – ist traditionell die Geselligkeit. Ein Raclette-Abend dauert mehrere Stunden, was das Gericht geradezu für den langen Silvesterabend prädestiniert. Früher musste Feuerholz gesammelt und entzündet werden. Heute vertreibt man sich die Zeit dagegen eher mit Bleigießen, „Dinner for one“ und anderen Ritualen.

Quelle: Wikipedia