Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Besser Esser Ein Feiertag für den Carrot Cake
Ein Feiertag für den Carrot Cake
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:31 02.02.2017
Sieht lecker aus und hat viele Kalorien: ein Carrot Cake. Quelle: Mareike Bader
Marburg

Ein englischer Kuchen ganz amerikanisch gebacken – so geht das in der kleinen Küche von Katherine Ingram. „Weil ich Student bin, arbeite ich mit amerikanischen Cups“, sagt die britische Studentin. So kann sie sich die Waage sparen. Der Carrot Cake, der heute in Amerika gefeiert wird, sei eigentlich ein sehr britischer Kuchen, erklärt die 21-Jährige: „Der Kuchen erinnert mich so an zu Hause.“ Für die Besser Esser backt sie den Carrot Cake nach dem Rezept ihrer Mutter. Der wird in Ingrams Familie oft gebacken, etwa zur kleinen Tea-Party am Nachmittag: „Bei uns in der 
 Familie ist sonntags Backtag.“

Aufgewachsen ist Ingram halb in England, halb in Deutschland, wie sie erzählt. Bis 2005 lebte sie etwa auf der Joint-Headquarter-Base in Rheindahlen, wo auch US-amerikani­sche Soldaten stationiert sind. Deutsch hat sie dort aber nicht gelernt. Das kam erst, als sie 2006 mit ihrer Mutter und ihren beiden Brüdern nach Göttin­gen zog und dort das Gymnasium besuchte. Fürs Studium 
ging es dann nach Marburg. Hier studiert Katherine Ingram „Kunst, Musik und Medien“ und lebt mit ihrem Freund Florian in der Oberstadt.

Moderatorin bei Radio Unerhört Marburg

Seit vergangenem Juli moderiert Katherine Ingram bei Radio Unerhört Marburg und ist dort aktuell dienstags und freitags in der Morgensendung „Frühschicht“ von 7 bis 9 Uhr zu hören, die Sendung wird gleich im Anschluss wiederholt. „Das wollte ich schon immer machen“, beschreibt die Studentin: „Das ist eine gute Plattform, um zu lernen.“

Verschiedene Rezepte im Internet empfehlen übrigens, den Kuchen zwei bis drei Tage ziehen 
zu lassen. Doch auch warm, ganz frisch aus dem Ofen, ist der Kuchen richtig lecker. Und mindestens ebenso lecker riecht es in Katherine Ingrams Küche. Grund dafür sind zwei Teelöffel Zimt, die in den Kuchen kommen. Manche Rezepte empfehlen zudem Muskatnuss.

Der Zimt kommt gleich in die Mehlmischung, die vorbereitet wird, danach werden Zucker und Öl gemischt. Während die Studentin die Karotten schält und raspelt, erinnert sie sich an ihre verstorbene Hündin Kara, der sie immer die kurzen Reste der Karotten gegeben hat. „Border Collies lieben Gemüse“, sagt 
Ingram. Die Karotten seien 
außerdem gut für die Zähne der Hunde, erklärt sie.

Carrot Cake ist leicht abzuwandeln

Schwer ist der Carrot Cake nicht zu backen. „Das geht relativ einfach“, beschreibt die 21-Jährige. Zum Schluss wird alles in einer Schüssel zusammengemischt. Aber die Eier dürfen erst ganz zum Schluss dazu, warnt Ingram. Sonst würde der Kuchen nicht aufgehen. So ist der Teig erst noch sehr dickflüssig. Das ändert sich aber, wenn die verquirlten Eier hinzukommen.

Die Studentin legt ihre runde Backform sorgfältig mit Backpapier aus, bevor sie diese mit dem Teig befüllt. So lässt sich der Kuchen frisch aus dem Ofen ganz schnell aus der Form befreien und mit dem Frosting begießen. Das rührt sie während der Backzeit an und probiert immer wieder, bis es ihr süß genug ist. Der süße Frischkäse-Guss gibt das Pendant zum weichen, saftigen, aromatischen Carrot Cake, verläuft wunderbar auf dem warmen Kuchen und wird später fest.

Aber bevor der Kuchen aus dem Ofen geholt wird, wird mit einem Holzstab getestet, ob er gar ist. Bleibt roher Teig am Stäbchen hängen, braucht der Kuchen noch mehr Zeit im Ofen. Außerdem wird der Kuchen zur Sicherheit nach gut 20 Minuten mit Alufolie abgedeckt. So ist sichergestellt, dass er nicht anbrennt.

Der Carrot Cake sei ganz leicht abzuwandeln, erklärt die 21-Jährige. Statt der Karotten können auch eine halbe Zucchini und ein Apfel kleinge­raspelt verwendet werden oder 
sogar rote Beete – „was man 
 gerade im Kühlschrank hat“.

von Mareike Bader

Das Rezept

Carrot Cake

von Katherine Ingram

  • 200 Gramm geraspelte Karotten (1,5 Cups)
  • 300 Gramm Mehl (2 Cups)
  • 1 Teelöffel Backpulver
  • 1/2 Teelöffel Natronpulver
  • 200 Gramm braunen Zucker 
 (1 Cup + 2 Teelöffel)
  • 250 Milliliter Öl (1 Cup)
  • 4 Eier
  • Saft und Schale einer Orange
  • Saft und Schale einer Zitrone
  • 2 Teelöffel Zimt
  • Walnüsse und Rosinen nach Wahl
  • 200 Gramm Frischkäse
  • Saft von 1/2 Zitrone
  • etwa 3 Esslöffel Puderzucker

Mehl mit Zimt, Back- und Natronpulver mischen. In einer zweiten Schüssel werden Öl und Zucker miteinander verrührt. Dann werden die Karotten geschält. Nun werden alle Zutaten miteinander vermischt, die Schalen der Orange und der Zitrone abgerieben und der Saft jeweils ausgepresst.

Wer mag, kann Walnüsse in kleinere Stücke brechen und sie mit in den Teig geben sowie die Rosinen. Zum Schluss werden die Eier in eine Tasse aufgeschlagen, miteinander verquirlt und dann zum dickflüssigen Teig gegeben. Eine runde Springform komplett mit Backpapier auslegen, den Teig einfüllen und bei etwa 200 Grad für etwa 45 Minuten backen, nach 20 Minuten den Kuchen mit Alufolie abdecken.

In der Zeit kann das sogenannte „Frosting“ angerührt werden. Dafür einfach Frischkäse, Zitronensaft und Puderzucker zu einem glatten Guss verrühren. Wer es süßer mag, kann auch mehr Zucker nehmen.
Wenn der Kuchen gar ist, ihn aus der Form nehmen und mit dem Frischkäse-Guss übergießen.