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Baby-Glück Mit Baby-Bauch fit bleiben
Mit Baby-Bauch fit bleiben
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18:14 26.05.2017
Claudia Heidenreich ist nebenberuflich Fitnesstrainerin im Physicum Marburg. Die 34-Jährige erwartet ihr zweites Kind. Bis zu Beginn ihres Mutterschutzes hat sie unter anderem Spinning-Kurse gegeben. Jetzt betreibt sie im fast neunten Monat privat Sport. Foto: Thorsten Richter
Claudia Heidenreich ist nebenberuflich Fitnesstrainerin im Physicum Marburg. Die 34-Jährige erwartet ihr zweites Kind. Bis zu Beginn ihres Mutterschutzes hat sie unter anderem Spinning-Kurse gegeben. Jetzt betreibt sie im fast neunten Monat privat Sport. Quelle: Thorsten Richter
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Marburg

Spinning, Yoga, Gymnastik: Claudia Heidenreich liebt und lehrt Sport. Und das täglich. Die 34-jährige Pädagogin und Motologin ist nebenberufliche Fitnesstrainerin, unter anderem im Physicum. Als sie erfuhr, dass sie zum zweiten Mal Mutter wird, war ihr klar: Sie übt den Nebenjob so lange es geht weiter aus. „Ich habe am Anfang Woche um Woche geschaut, ob und wie es mit dem Sport noch geht“, erzählt sie. Es ging. Mit dickem Bauch strampelt sie auf dem Indoor-Fahrrad, stemmt Gewichte, dehnt sich auf der Yoga-Matte. Die Kursteilnehmer staunen.

Nur auf Step-Aerobic hat Claudia Heidenreich zuletzt verzichtet: „Als ich Bauch und Beckenboden irgendwann stark gemerkt habe, hatte ich das Gefühl, es ist besser damit aufzuhören“, erzählt sie. Grundsätzlich sei sie der festen Überzeugung, dass Bewegung gut tue und sogar vor Heißhungerattacken bewahre. „Ich hatte das zumindest nicht.“ Jeden Tag Sport ist nicht jedermanns Sache. „Wenn jemand aber wie ich schon trainiert und fit ist, ist der Körper das gewöhnt“, sagt Claudia Heidenreich. Allerdings habe sie in den vergangenen Monaten beim Sport eine Pulsuhr getragen. „Das mache ich sonst nicht. Da ich insbesondere beim Indoor-Cycling trotz großer Anstrengung relativ viel rede, ist es besser, seinen Puls zu kontrollieren.“

"Ausruhen ist wichtig"

Viele Frauen beneiden die sportliche Frau, die trotz Bauch immer noch schlank und sportlich ist. „Ich fühle mich furchtbar unförmig, merke jedes ­Kilo“, sagt Claudia Heidenreich. Die Wahrnehmungen seien eben so unterschiedlich wie jede Schwangerschaft. Sie empfiehlt Schwangeren, sich selbst zu vertrauen. „Man braucht nicht vorsichtiger als sonst sein, kann schauen, was der Körper braucht und mag“, sagt sie. „Schwangeren wird viel Angst gemacht“, weiß sie. Während ihrer ersten Schwangerschaft habe sie rückblickend betrachtet vielleicht zu viel „gepowert“. Heute weiß sie: „Ausruhen ist wichtig“. Aktive Erholung gehört für die gebürtige Hamburgerin, die schon als Kind alle möglichen Sportarten ausübte  – Tennis, Leichtathletik und Skifahren – aber auch zum Wohlbefinden.

Nach der Geburt: Sport mit Baby

Heidenreich hat in den vergangenen Monaten nicht nur ganz normal gearbeitet, sondern auch noch eine Zusatz-Ausbildung absolviert. Sie ist jetzt „Super-Mama-Fitnesstrainerin“ und wird ab Oktober Kurse für Mütter geben, die mit ihren Babys Sport machen. „Bauch-Beutel-Po“ heißt zum Beispiel ein Kurs, bei dem die Mamas auch mit den Babys in ihren Tragehilfen Sport machen – und dabei lernen, wie man den Rücken schont, die Muskeln kräftigt und mit Kind fit wird und bleibt. Jetzt ist die Marburgerin im achten Monat schwanger und hat sich als Kursleiterin eine Auszeit genommen: Sie ist im Mutterschutz, der sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin genommen werden kann, aber nicht muss.

Sport macht sie weiterhin – allerdings jetzt nur privat, nicht als Trainerin.

  • Tipps und weitere Infos zum Thema Sport in der Schwangerschaft gibt es hier.

von Anna Ntemiris