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Sport-Welt Zentimeter entscheiden Galopprennen auf der Neuen Bult
Sport Sport-Welt Zentimeter entscheiden Galopprennen auf der Neuen Bult
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06:15 07.11.2012
Von Carsten Schmidt
Packender Schlussspurt: Filip Minarik auf Orluna hängt Alexander Pietsch auf Mrs. Miller noch ab – die Zuschauer auf der Neuen Bult sahen zum Saisonschluss viele solcher spannenden Rennen. Quelle: Florian Petrow
Langenhagen

Wer wagt, gewinnt. Dieses Motto traf auf das Saisonfinale auf der Neuen Bult zu, weil die Favoriten in den drei wichtigsten Galopprennen durchweg das Nachsehen hatten. Insbesondere die mit Spannung erwartete Librettista aus Bulgarien wurde in keiner Phase des Listenrennens der zweijährigen Stuten ihrem Vorschusslorbeer gerecht. Sie konnte sich mit Pascal J. Werning in einem wilden Spurt des Feldes auf der Zielgeraden ebenso wenig nach vorn arbeiten wie die Lokalmatadorin Agama, die von Filip Minarik geritten wurde. Agamas Trainer Christian Sprengel verließ schnell den Absattelring, die Enttäuschung war ihm deutlich anzusehen.

Um den Sieg im Campanologist-Cup über 1400 Meter stritten derweil die Außenseiter, und in einem dramatischen Endkampf setzte sich die Außenseiterin Dancing Shuffle (Siegquote 111:10), von Sascha Smrczek in Düsseldorf vorbereitet, erst nach Zielfotoentscheid vor Give Way Nelson durch. Jockey Daniele Porcu hatte die Siegerin buchstäblich auf den letzten Zentimetern nach vorn bringen können.

Neue-Bult-Coach Sprengel indes war nach den beiden anderen Listenrennen mit weitaus freundlicherem Gesichtsausdruck zu sehen. Seine Pferde holten 3.Ränge sowohl im Großen Preis der Mehl-Mülhens-Stiftung über 1600 Meter als auch im Großen Preis über 2200 Meter. Dabei verblüffte insbesondere Alpha über die kürzere Meilendistanz. Wladimir Panov brachte die dreijährige Stute eingangs der Zielgeraden in Führung, doch im Endspurt waren Scoville und Shana Dovenne noch stärker. Dennoch sorgte Sprengels Pferd, die 160:10-Außenseiterin, für eine Dreierwette von 15 253:10.

Eher einen Vorderplatz erwartet hatten die Buchmacher von der ebenfalls drittplatzierten Staying Alive, insbesondere nachdem im Listenrennen über 2200 Meter zwei Favoriten abgesagt hatten. Soho Rose aus dem französischen Quartier von Henri-Alex Pantall konnte keinen Nachweis erbringen, dass sie frei von der Pferdeseuche infektiöse Anämie ist, die in Köln zu einer dreimonatigen Quarantäne der gesamten Rennbahn geführt hatte. Und Lokalmatadorin Wasimah, immerhin Gruppe-II-Siegerin in diesem Jahr, war „über den Höhepunkt hinaus“, wie Trainer Hans-Jürgen Gröschel mitteilte. „Sie wirkte nicht mehr frisch im Training, da wollte ich ihr den Start nicht mehr zumuten“, sagte der 69-Jährige.

Nach diesen beiden Absagen kam Orluna aus dem Stall des Gelsenkirchener Trainers Ralf Rohne zum Sieg - auch dieses Rennen wurde erst auf den letzten Metern entschieden, als der lange führenden Mrs. Miller etwas die Luft ausging. Ordentlich schlug sich Sarotti’s Dream (Trainerin ist Marion Rotering in Langenhagen) als Fünfter, Gröschels Inanya dagegen konnte als Achte ihrer Mitfavoritenrolle nicht gerecht werden. Ohnehin hatte der Trainerroutinier auf seiner Heimbahn wenig Glück: Er blieb ohne Sieg, während die Pferde von Roland Dzubasz aus Hoppegarten zweimal vorn lagen. Damit baute Dzubasz (51 Saisonerfolge) die Führung im deutschen Trainerchampionat aus. Gröschels Bilanz bleibt bei 47 Siegen.

Einen Sieg mit hannoverscher Beteiligung gab es dank North Star im vorletzten Rennen, er bescherte Martin Kind nach dem Sieg von Hannover 96 in der Fußball-Bundesliga am Vortag ein rundweg gelungenes Wochenende. Und kräftig punkten konnte mit dem prallen Programm auch der Hannoversche Rennverein bei den Besitzern und Züchtern - allen voran Franz Prinz von Auersperg, dem Derbysieger Pastorius gehört.

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