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Sport-Welt Usain Bolt sprintet locker ins Finale
Sport Sport-Welt Usain Bolt sprintet locker ins Finale
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22:53 08.08.2012
Auch über 200 Meter hat Usain Bolt das Finale beinahe mühelos erreicht. Quelle: dpa
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London

Weltrekordler Usain Bolt und „Biest“ Yohan Blake joggten ins olympische 200-Meter-Finale und ließen sich nicht in die Karten schauen. Ausreizen wollen bei den Olympischen Spielen in London Hammerwurf-Weltrekordlerin Betty Heidler und die drei Stabhochspringer um Björn Otto ihr Können. Sie erreichten am Mittwoch überzeugend die Finals. Zehnkämpfer Pascal Behrenbruch dürfte sich verpokert haben. Fünf Wochen nach seinem Europameisterschafts-Sieg reichte seine Kraft nicht, um mitzuhalten.

Dem jamaikanischen Supersprinter-Duo Bolt und Blake konnte keiner so recht folgen. „Ich wollte so leicht wie möglich durchkommen. Das war mein Ziel, und es hat prima geklappt. Deshalb bin ich glücklich“, meinte der schnellste Mann der Welt, dem 20,18 Meter im Halbfinale reichten. „Ich bin bereit!“ Zweifel an seinem zweiten Coup von London - es wäre sein fünftes Olympia-Gold - hat der Sport-Millionär nicht. Kann Blake, der in 20,01 Sekunden die schnellste Zeit aller Läufer vorlegte, ihm im Finale am Donnerstag ein Bein stellen?

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Diskus-Herkules Robert Harting sorgte auch einen Tag nach dem ersten olympischen Gold-Coup für die deutsche Leichtathletik seit Sydney 2000 für Wirbel. In der Nacht war dem Kraftprotz die Akkreditierung gestohlen worden. Der Olympiasieger kam stundenlang nicht ins olympische Dorf. „Ich hatte einen Reisepass dabei, aber es führte kein Weg hinein“, erklärte Harting gelassen, weil er sich nach dem Diskus-Krimi noch immer in einer „Rauschblase“ wähnte.

Vielleicht folgt Betty Heidler der von ihm gelegten Medaillenspur. „Einfach nur Erleichterung» verspürte sie. Die Frankfurterin hatte im zweiten Versuch mit 74,44 Metern die geforderte Qualifikationsweite von 73,00 locker übertroffen. „Ich wollte keinen Superwurf raushauen, sondern einfach nur bestehen“, sagte die Ex-Weltmeisterin, die bei der EM im Juni in Helsinki kläglich in der Ausscheidung gescheitert war. Auch ihre Clubkollegin Kathrin Klaas steht im Finale.

Auch die Stabartisten Björn Otto, Malte Mohr und Raphael Holzdeppe schielen zum Siegerpodest. Mohr und Otto reichte jeweils ein Sprung von 5,50 Meter für das Finale der 14 Besten. Der Olympia-Achte Holzdeppe (Zweibrücken) musste in der anderen Qualifikationsgruppe 5,65 Meter überspringen. Als Favorit für Freitag gilt Europameister Renaud Lavillenie (Frankreich). „Jeder träumt von einer Medaille. Im Finale kann alles passieren, das hat man bei den Frauen gesehen“, meinte Holzdeppe.

Pascal Behrenbruch kann die angestrebte Olympia-Medaille nach einem Fehlstart am ersten Wettkampftag abschreiben. Nach vier Disziplinen liegt er mit 3295 Punkten nur an 13. Stelle. Weltrekordler Ashton Eaton (USA) ließ keinen Zweifel aufkommen, dass er Gold will und steht mit 3698 Punkten an der Spitze. Rico Freimuth (Halle/Saale) lag zwischenzeitlich auf Rang sieben, fiel aber nach nur 1,90 Meter im Hochsprung auf den 12. Platz (3300) zurück.

Olympiasiegerin über 400 Meter Hürden wurde Natalja Antjuch aus Russland. Die WM-Dritte gewann in Weltjahresbestzeit von 52,70 Sekunden. Silber ging an Weltmeisterin Lashinda Demus aus den USA (52,77), Bronze an die Tschechin Zuzana Hejnova (53,38). Über 200 Meter verpasste die Jamaikanerin Shelly-Ann Fraser-Pryce ihren zweiten Sieg in London. Sie musste sich in 22,09 Sekunden Siegerin Alyson Felix aus den USA (21,88) geschlagen geben.

5000-Meter-Läufer Arne Gabius hat sich seinen Wunsch vom Finale nicht erfüllen können. Der Vize-Europameister aus Tübingen wurde im ersten Vorlauf Siebter in 13:28,01 Minuten. Auch für die deutsche Meisterin Corinna Harrer war über 1500 Meter im Halbfinale Schluss. Die Regensburgerin wurde Siebte in 4:05,70 Minuten. „Ich habe mein Ziel Halbfinale erreicht und mich gut präsentiert“, sagte sie.

dpa

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

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