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Sport-Welt Trainer-Thema 
kocht vor dem
 Derby hoch
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 Derby hoch
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00:20 16.11.2014
Beim Spiel des Waspo 98 gegen die White Sharks am Sonnabend geht es nicht nur um die Punkte.
Beim Spiel des Waspo 98 gegen die White Sharks am Sonnabend geht es nicht nur um die Punkte. Quelle: Florian Petrow
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Hannover

Der Ball zum Stadtderby in der Wasserball-Bundesliga ist noch gar nicht freigegeben, da herrscht schon richtig Stimmung unterm Hallendach. Am Sonnabend sind die White Sharks Gastgeber für Waspo 98 – und vorab wird die Trainerfrage gestellt. Und zwar von Karsten Seehafer, Coach des Tabellenführers aus Linden. „Ich weiß gar nicht, wer bei den Sharks auf der Bank sitzen soll“, sagt Seehafer. Er beruft sich dabei auch auf eine Aussage von Bundestrainer Nebojsa Novoselac, die der ihm gegenüber vor vier Wochen getroffen habe, nach der Milan Sagat nicht Vereinstrainer der White Sharks sein dürfe.

Waspo 98 nimmt schon seit geraumer Zeit daran Anstoß, dass der zweite hannoversche Erstligist von einem Trainer betreut wird, der offiziell als niedersächsischer Stützpunkttrainer angestellt ist. „Unser Verein versucht, das noch vor dem Derby mit dem Verband zu klären“, sagt Seehafer. „Wenn wir nicht weiterkommen, werden wir offizielle Schritte einleiten.“

Jörg Deike, Vereinsvorsitzender der White Sharks sieht dem Ganzen sehr gelassen entgegen. „Das sind doch alte Kamellen. Milan ist einer der besten Trainer in Deutschland“, sagt er, „und Waspo versucht mindestens seit eineinhalb Jahren, eine Trennung herbeizuführen. Und solch eine Aussage Novoselac’ ist mir nicht bekannt.“

Es habe bereits häufigen Schriftverkehr zwischen Landessportbund, Deutschem Schwimm-Verband und den beiden Klubs gegeben: „Bisher hieß es immer, Milan darf uns in seiner Freizeit, wenn es seine Arbeit beim Stützpunkt nicht beeinträchtigt, trainieren“, sagt Deike. „Also wird er auch am Sonnabendnachmittag am Beckenrand stehen.“ Sagat selbst war gestern nicht zu einer Stellungnahme zu erreichen.

Im Wasser dürfte es Sonnabend längst nicht so emotional zugehen, denn die Rollen sind zu klar verteilt. „Waspo 98 ist absoluter Favorit“, sagt der White-Sharks-Vorsitzende, „für uns geht es mehr darum, uns einzuspielen für die Partien gegen Teams auf Augenhöhe.“ Und dazu zählt Titelanwärter Waspo 98 wahrlich nicht. Den Sharks fehlt morgen außer Marvin Götz (Schulteroperation) auch Neuzugang Marek Molnar. Der Slowake schreibt an seiner Diplomarbeit.

Norbert Fettback 
und Jörg Grußendorf