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Sport-Welt TSV Havelse steht nach Sieg kurz vor Meisterschaft
Sport Sport-Welt TSV Havelse steht nach Sieg kurz vor Meisterschaft
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13:13 17.05.2010
Jubel bei Havelse nach dem 5:0-Sieg gegen den SV Bad Rothenfelde. Quelle: Ulrich zur Nieden
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Der TSV Havelse ist für den Saisonendspurt in der Fußball-Oberliga Niedersachsen West gerüstet. Der Spitzenreiter setzte sich im letzten Heimspiel der Saison deutlich mit 5:0 gegen den SV Bad Rothenfelde durch. „Das war ein Riesenabschluss“, lobte Trainer Jürgen Stoffregen. Und was diesen Spieltag besonders schön machte und die 465 Zuschauer im Wilhelm-Langrehr-Stadion zusätzlich jubeln ließ, war die 0:3-Niederlage des VfB Oldenburg bei Kickers Emden. Dadurch beträgt der Vorsprung der Stoffregen-Elf auf die Verfolger aus Oldenburg und Rehden fünf Punkte bei drei noch ausstehenden Partien.

Das klare Ergebnis täuscht vielleicht darüber hinweg, dass der TSV die Gäste durchaus mit Respekt empfing. Auch wenn die Gäste in der kommenden Saison für die Oberliga nicht mehr melden wollen, weil der Hälfte der Spieler der Aufwand in der 5.  Liga zu groß ist, hat Bad Rothenfelde zuletzt gegen die Spitzenteams mit Unentschieden und auch sonst guten Ergebnissen aufhorchen lassen. Deshalb kam der Personalie Babacar N’Diaye eine solche Bedeutung zu. Den mit 27 Toren erfolgreichsten TSV-Angreifer plagten Oberschenkelprobleme. Erst kurz vor dem Anpfiff entschied sich, es reichte „nur“ für einen Platz auf der Bank – für alle Fälle.

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Der Notfall trat jedoch nicht ein, und der Torjäger konnte einen geruhsamen Nachmittag verbringen. Havelses Torhüter David Primke musste sich einzig in der 63. Minute gegen Torsten Kuhlmann auszeichnen, und dies sagt bereits viel über den Spielverlauf aus. Leicht wurde es trotzdem nicht. So harmlos die Gäste im Angriff agierten, in der Defensive zeigten sie sich umso einsatzfreudiger. „Wir haben geduldig gespielt“, nannte Routinier André Breitenreiter das Erfolgsrezept an diesem Nachmittag. N’Diaye-Ersatz Ahmet Kaya wies mit seinen Treffern in der elften und 23. Minute nachdrücklich auf seine Abschlussqualitäten hin. Zudem waren Breitenreiter (53.) mit einem sehenswerten Tor vom rechten Strafraumeck, Kapitän Jan Zimmermann (73.) mit einem abgefälschten 22-Meter-Schuss und René Ney (84.) aus 20 Metern erfolgreich.

Zwei Siege fehlen dem TSV Havelse noch, dann ist mit dem Meistertitel das erste Ziel erreicht, bevor die Aufstiegsspiele zur Regionalliga Nord starten. Die Partien in Emden, Osnabrück und Meppen werden jedoch schwer, aber die Garbsener haben sich nach einem kleinen Tief wieder in die gute Ausgangsposition zurückgekämpft, dass sie es selbst in der Hand haben. „Das gibt uns Mut und Selbstvertrauen“, weiß Stoffregen. Der TSV ist bereit.

TSV Havelse: Primke – Degner, Werner, Smidt, Hansmann – Habryka (69. Holm), Breitenreiter – Zimmermann, Ney, Wetter (77. Jansen) – Kaya (69. Rischker)

Langenhagen kann weiter hoffen: Ein gutes Nervenkostüm mussten alle haben, die am Sonntag dem SC Langenhagen die Daumen drückten. Im Kampf um die Oberliga-Qualifikation hat dem Team von Trainer Hilger Wirtz bereits das fast sichere Aus gedroht. Doch nach einem 2:1-Sieg beim SV Bavenstedt kann man beim SCL nicht nur weiter auf einen Relegationsplatz hoffen, auf den sich der Klub verbesserte – auch der 8. Rang und somit der direkte Klassenerhalt ist für die Witz-Elf immer noch möglich.

In Bavenstedt hatten die Langenhagener schon ihre dritte Niederlage vor Augen, die ihnen vor dem Restprogramm womöglich jegliche Hoffnung geraubt hätte. Durch einen Treffer von Benedict Plaschke lagen sie seit der 48. Minute bis in die Schlussphase hinein zurück – mit einem Doppelschlag drehte Offensivspieler Daniel Hintzke (84., 86.) das Ergebnis aber noch. Der SV Bavenstedt steht nun wie die VfL-Teams aus Oythe, Bückeburg und Oldenburg als Absteiger in die Bezirksoberliga fest.

SC Langenhagen: Dlugaiczyk – Hoheisel, Lazic, Barudi, Bertalan – Schinner, Tayar, Hintzke, Hiber – Brüntjen, Jusufi.

Dieter Kösel