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Sport-Welt TSV Hannover-Burgdorf: Der Aufsteiger putzt sich raus
Sport Sport-Welt TSV Hannover-Burgdorf: Der Aufsteiger putzt sich raus
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20:44 08.06.2009
Von Norbert Fettback
Der Aufstiegsheld:Tomasz Tluczynski Quelle: Florian Petrow

Zumindest die Handball-Bundesliga (HBL) hat sich nicht lange bei der Vorrede aufgehalten. Zwei Tage nachdem die TSV Hannover-Burgdorf erstmals den Aufstieg in die 1. Liga geschafft hatte, gab es gestern Post vom Dachverband der Klubs: den vorläufigen Spielplan. Und damit ging gleich eine gute Nachricht einher: Der Neuling startet mit einem Heimspiel in die Saison 2009/2010. Voraussichtlich am 4. September ist demnach HBW Balingen-Weilstetten in der AWD-Hall zu Gast, der 14. des gerade zu Ende gegangenen Spieljahres. Für Daniel Brack, der künftig bei der TSV im Rückraum Regie führen soll, ist es zudem ein ganz besonderes Spiel: Trainer in Balingen ist sein Vater Rolf.

Gut zwölf Wochen sind es noch, bis es ernst wird für die Mannschaft von Frank Carstens. Zurzeit lassen die Aufstiegshelden auf Mallorca für ein paar Tage die Beine und die Seele baumeln; daheim haben die Verantwortlichen des Klubs derweil die Ärmel hochgekrempelt. Es gibt noch viel zu tun in Burgdorf und Hannover, wenn die 1. Liga nicht zu einem Abenteuer mit ungewissem Ausgang werden soll.

Eine Sorge hat die TSV im Unterschied zu manch gestandenem Klub nicht: Die Lizenz wurde von der HBL ohne Auflagen erteilt. Es gibt auch nichts nachzureichen. Darauf lässt sich schon mal aufbauen. Trotzdem klingt im Unterton ein bisschen Ungewissheit an, wenn Diethart Mühge (65), der TSV-Geschäftsführer, sagt: „Die nächsten Wochen werden es zeigen.“ Jetzt geht es nämlich ans Klinkenputzen bei potenziellen Geldgebern, um den Etat halbwegs auf Erstligamaßstäbe aufzupäppeln. Bislang, so ist zu hören, haben 1,3 Millionen Euro ausgereicht, um in der 2. Liga eine gute Rolle zu spielen. Damit ist eine Klasse höher kein Blumentopf zu gewinnen.

Doch wie viel mehr Geld muss es sein, damit die neue Herausforderung gemeistert werden kann? Gerald Oberbeck, der mit Eintracht Hildesheim zweimal in die 1. Liga auf- und wieder abgestiegen ist, sieht 2,5 Millionen Euro als die Schmerzgrenze an. Andere Experten meinen, selbst das sei zu wenig, um die Klasse halten zu können, was das erklärte Ziel der
TSV Hannover-Burgdorf ist. Dass Hauptsponsor cp-pharma sich finanziell weiter mächtig ins Zeug legt, ist eine wichtige Säule, aber allein damit ist die 1. Liga nicht zu stemmen. Mühge und seine Mitstreiter setzen in wirtschaftlichen schwierigen Zeiten deshalb auf die Euphorie, die sie nach dem Aufstieg spüren. Der Geschäftsführer sagt aber auch: „Spieler, die 10 000 Euro im Monat verdienen, werden wir uns nicht leisten können.“

Im Gerüst für die 1. Liga ist der aktuelle Erfolgstrainer ein Eckpfeiler. Kommt die Rede auf Frank Carstens, dann ist bei der TSV von einem „Glücksfall für den Verein“ die Rede. Als Lehrgangsbester hat der 37-Jährige vor nicht allzu langer Zeit die Prüfung zur A-Trainer-Lizenz absolviert; nach erfolgreicher Theorie lässt sich die Praxis mit dem Aufstieg bestens an. Damit das so weitergeht, hat Carstens längst weitere Verstärkungen im Blick. Er halte nach Kämpfertypen Ausschau – und setzt auf eine verbesserte Verhandlungsposition: „Mit der 1. Liga“, sagt er, „sind wir für viele Spieler als Verein deutlich attraktiver geworden.“

Die ersten Spiele (vorläufiger Plan): 4. September: Balingen-Weilstetten (Heimspiel), 12. September: FA Göppingen (A), 18. September: TV Großwallstadt (H), 26. September: SC Magdeburg (A), 3. Oktober: MT Melsungen (H), 10. Oktober: Füchse Berlin (A).

Die Freude war nicht sofort sichtbar. Eine Sonnenbrille verdeckte das Strahlen in den Augen von Jan Raphael, nachdem er die Ziellinie beim Wasserstadt-Triathlon auf der Zufahrt zum Sportplatz des TSV Limmer passiert hatte

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