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Sport-Welt Olympiasieger Ammann stürzt schwer im Finale
Sport Sport-Welt Olympiasieger Ammann stürzt schwer im Finale
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20:41 06.01.2015
Simon Ammann ist im Finale der Vierschanzentournee schwer gestürzt.
Simon Ammann ist im Finale der Vierschanzentournee schwer gestürzt. Quelle: dpa
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Bischofshofen

Nach seinem Sturz beim Finale der Vierschanzentournee der Skispringer befindet sich der viermalige Olympiasieger Simon Ammann nach Angaben des Schweizer Skiverbandes bei Bewusstsein und in einem stabilen Zustand. Der 33 Jahre alte Schweizer hatte am Dienstag nach der Landung bei 136 Metern auf der Schanze in Bischofshofen die Kontrolle über seine Ski verloren und war mit dem Gesicht heftig auf den eisigen Schnee geprallt. Dabei zog er sich nach einer ersten Diagnose Prellungen und Abschürfungen zu.

Rettungskräfte eilten sofort herbei und brachten den zunächst regungslosen und stark blutenden Ammann auf einer Trage von der Unglücksstelle. Der Familienvater wurde ins Krankenhaus nach Schwarzach gebracht. "Alles ist stabil, er kann alles bewegen und ist ansprechbar", sagte Christian Stahl, der Kommunikationsdirektor des Schweizer Verbandes, dann am Abend. Der Sturz geschah vor den Augen von Ammanns Frau Yana und Söhnchen Theodore, die als Zuschauer an der Schanze waren. "Er ist ein sehr beliebter Springer. Solch ein Sturz macht natürlich betroffen", sagte Bundestrainer Werner Schuster. "Das hat nicht gut ausgesehen. Ich hoffe, dass er nicht zu schlimme Verletzungen davongetragen hat."

Der ehemalige Weltmeister war bereits beim Auftaktspringen in Oberstdorf gestürzt und hatte dadurch die Qualifikation für den zweiten Durchgang verpasst. Es war nicht der erste Zwischenfall in Bischofshofen. Bereits am Montag war der Amerikaner Nicholas Fairall in der Qualifikation auf ähnliche Weise zu Fall gekommen. Der 25-Jährige zog sich eine Wirbelsäulenverletzung zu und musste operiert werden. Für Fairall ist die Saison nach dem Crash vorzeitig beendet, wie der US-Verband mitteilte.

Das Springen in Bischofshofen gewann der Österreicher Michael Hayböck aus Österreich. Die Gesamtwertung entschied Stefan Kraft für sich. Dem 21-Jährigen Austria-Adler reichte am Dienstag im Finalwettbewerb ein dritter Platz. Der Deutsche Richard Freitag wurde Sechster und schloss die Tournee als bester DSV-Springer ebenfalls auf Rang sechs ab.

dpa/sid/frs

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