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Sport-Welt Scorpions wollen ins Endspiel
Sport Sport-Welt Scorpions wollen ins Endspiel
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14:25 07.04.2009
Von Björn Franz
Quelle: Ulrich zur Nieden
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Was müssen sich Eishockeyfans bisweilen nicht alles anhören? Der Modus der Deutschen Eishockey-Liga sei nicht durchschaubar, gegen jeden Gegner gebe es gefühlt acht bis zehn Vorrundenspiele, und selbst in den Play-offs werde so oft gegeneinander gespielt, bis überhaupt niemand mehr weiß, wann denn jemand die Serie gewonnen hat.

Doch damit ist zumindest für diesen Dienstag Schluss. Es gibt zwischen den Hannover Scorpions und der Düsseldorfer EG nur noch dieses eine Spiel, dasum 19 Uhr in der TUI Arena angepfiffen wird. Nach 60 Minuten – plus der einen oder anderen Minute mehr in einer möglichen Verlängerung – hat eine der beiden Mannschaften das schon am Donnerstag beginnende Endspiel um die deutsche Meisterschaft gegen die Eisbären Berlin erreicht. Und für die andere beginnt am Abend der Sommerurlaub.

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Für Hans Zach, den Coach der Scorpions, ist diese Ausgangslage nicht neu. Als Spieler und Trainer hat er schon oft in dieser Situation gestanden. Und deshalb weiß er ganz genau, dass seine Möglichkeiten als Trainer begrenzt sind. „Natürlich muss man die Ruhe bewahren“, sagt der 60-Jährige. „Aber man muss auch an die Spieler appellieren. Immerhin sind wir keine Schülermannschaft, sondern haben viele erfahrene Profis in unseren Reihen, die eigentlich wissen müssten, was Sache ist.“ Und so ist er optimistisch, dass die unglückliche 3:4-Niederlage nach Verlängerung am Sonntag keine bleibenden Spuren in den Köpfen seiner Spieler hinterlassen hat.

Zach selbst blickte aber durchaus noch einmal auf die 4. Halbfinalpartie in Düsseldorf zurück. Und er kam dabei zu dem Schluss, dass das Siegtor der Gastgeber in der 7. Minute der Extra-Spielzeit durch Adam Courchaine irregulär gewesen ist. „Es war ganz klar Torraumabseits“, sagte der Trainer nach Ansicht der Fernsehbilder. „Vielleicht hätten wir mehr reklamieren müssen, damit der Videobeweis angeschaut wird. Aber Schiedsrichter Rick Looker war ja so auf Tor fokussiert, dass das wohl auch nichts gebracht hätte.“ Und da der Amerikaner Looker und sein Partner Daniel Piechaczek auch am Dienstagabend wieder die Schiedsrichter sein werden, ist Zach „gespannt, wie sie mit der Situation umgehen und ob sie den Fehler einräumen“.

Fehler hat der Trainer allerdings auch bei seiner Mannschaft ausgemacht, die den bisweilen mit fünf Spielern vor dem eigenen Tor auf Konter lauernden Düsseldorfern bei allen vier Gegentreffern zu viel Raum ließ. Und genau diese Fehler gelte es heute zu vermeiden, um im nervenaufreibenden Finale ums Finale die Oberhand zu behalten, zu dem Nationalverteidiger Andy Reiss voraussichtlich wieder ins Team zurückkehren wird.
Als vielleicht entscheidenden Faktor für den Ausgang der Partie hat Zach die Zuschauer ausgemacht: „Wir haben uns den Heimvorteil in der Vorrunde hart erkämpft. Und die Fans, die bislang da waren, sind toll. Aber natürlich wäre es schön, wenn noch ein paar mehr kämen.“

Die Tageskassen an der TUI Arena sind am Dienstag durchgehend von 10 Uhr bis 19 Uhr geöffnet. Zudem sind Tickets zum Preis zwischen 10 und 35 Euro – Ermäßigungen nur im Oberrang – auch unter www.hannoverscorpions.de und unter der Ticket-Hotline 01805/197777 (14 Cent/Minute aus dem Festnetz) erhältlich.